
„Oh, haben Sie hier angebaut?“ Diese Frage hat Ingolf Schubert bei der gestrigen Neueröffnung seines EDEKA-Marktes in Warens Innenstadt mehrfach gehört. Nein, angebaut hat er nicht, aber der Markt wirkt trotzdem deutlich größer, luftiger, übersichtlicher. Generell ist er nach zwei Monaten Umbauzeit nicht wieder zu erkennen. Vor 13 Jahren übernahm der 45-Jährige den Markt und brachte ihn auf den damals neuesten Stand, jetzt machte er ihn zum modernsten Markt der Region. Denn nicht nur optisch hat sich im EDEKA am Neuen Markt viel geändert, auch technisch. Das wollten gestern Vormittag gleich hunderte Kunden genau in Augenschein nehmen, zeigten sich erstaunt, ließen sich vom Chef alles erklären und legten auch gleich mal die Skepsis gegenüber den Selbst-Scanner-Kassen ab. „Ach, das ist ja gar nicht schwer. Heute habe ich mir noch helfen lassen, das nächste Mal mache ich das aber alleine“, meinte eine ältere Kundin und hatte auch keine Probleme, sich für den Nachhauseweg noch selbst einen Kaffee an der Edel-Maschine zu holen.

Was die Fleischtheke angeht, gab’s nach der Ankündigung, dass man künftig auf sie verzichtet, auch ein bisschen Kritik, aber: „Die Erfahrung in all unseren Märkten hat gezeigt, dass die Angebote der Fleischtheke immer seltener in Anspruch genommen werden und die Kunden lieber auf SB-Fleisch- und Wurstware zurückgreifen“, so Ingolf Schubert.
Skeptisch beäugt wurden auch die vier Selbst-Scanner-Kassen. Doch viele Kunden, die sie gestern gleich mal ausprobiert haben, waren erstaunt, wie einfach doch alles funktioniert. Außerdem stehen an diesen Kassen immer auch Mitarbeiter helfend zur Seite. Müssen sie auch, denn beispielsweise bei alkoholischen Getränken ist eine Prüfung nötig. Die Scanner-Kassen ermöglichen übrigens eine längere Öffnungszeit des Marktes – von 7 bis 21 Uhr kann dort nun geshoppt werden.

Alles in allem hat der Kaufmann, der in Waren und Rostock insgesamt rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, um die 1,4 Millionen Euro in den EDEKA am Neuen Markt in Waren investiert. Die Aufträge gingen an Firmen der Region. Und das in einer Zeit, in dem viele Unternehmer eher zurückhaltend agieren, wenn’s ums Investieren geht. Nächstes Projekt von Ingolf Schubert – ein weiterer Markt in Rostock.





























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