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Klinik Amsee auf Corona-Patienten vorbereitet

28. Februar 2020

Das Corona-Virus bestimmt derzeit die Schlagzeilen. Zurecht, denn immer mehr Fälle werden auch aus Deutschland gemeldet. Auch in der Klinik Amsee ist man auf eventuelle Corona-Patienten eingestellt. Aktuell wurden von der Klinik Amsee gemeinsam mit den Behörden detaillierte Pläne erarbeitet, wie mit möglichen Verdachts- oder Erkrankungsfällen mit dem COVID-19-Virus umzugehen ist. Die Lungenfachklinik ist auf die Behandlung betroffener Patienten gut vorbereitet, wie eine Sprecherin auf Nachfrage von “Wir sind Müritzer” erklärte.
Die Klinik Amsee ist der regionale Versorger für Infektionen der Lunge und verfügt über einen abgetrennten Bereich auf einer der Stationen mit Isolierzimmern, die  mit einer Schleuse versehen sind.

Auch ist die Klinik Amsee akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Rostock. Seit Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Rostock, insbesondere mit der Infektiologie. Hier gibt es ebenfalls Pläne zur gegenseitigen Unterstützung im Umgang mit Verdachts- und Erkrankungsfällen von COVID-19.

Die Klinik Amsee ist traditionell auf die Versorgung von Patienten mit infektiösen Lungenerkrankungen spezialisiert. Im Regelfall handelt es sich um Patienten mit Virusgrippe, durch Bakterien verursachte Lungenentzündungen oder Tuberkuloseerkrankungen der Lunge. All diesen Erkrankungen ist gemein, dass die Ansteckungen von Mensch zu Mensch über den Luftweg (aerogen) erfolgt.

So verhält es sich auch bei dem neuartigen Coronavirus, der aktuell unter dem Namen COVID-19 geführt wird. „Neuartig“ ist dabei relativ, da Coronaviren an sich schon lange bekannt sind und in der Vergangenheit auch immer wieder für Erkrankungen verantwortlich waren. Wer sich hierzu aktuell informieren möchte, kann dies auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes tun (www.rki.de), dort sind auch allgemeine Informationen zur Bürgerinformation abrufbar.

Wer sich mit dem Coronavirus ansteckt, leidet meist unter grippeähnlichen Symptomen, allerdings kam es auch zu schweren Krankheitsverläufen, sogar mit Todesfolge, in der Regel jedoch bei Patienten mit Vorerkrankungen, die hierdurch bereits geschwächt waren.

Die aktuell weltweiten Bemühungen, die Infektion mit Coronaviren einzudämmen, sind wichtig, jedoch ist dies nicht die einzige über den Luftweg übertragbare Erkrankung. Es ist davon auszugehen, dass auch die jedes Jahr in den kälteren Jahreszeiten in Europa auftretende Grippe für viele tausend Todesfälle verantwortlich ist.

Zusammen mit den Gesundheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern ist die Klinik Amsee in die regionale Versorgung im Falle des Auftretens von COVID-19-Fällen eingebunden. Der Chefarzt und Ärztliche Direktor ist selbst Infektiologe und hat in den Jahren 2002/2003 in der Infektiologie der Berliner Charité gearbeitet. Dort hat er im Rahmen des weltweiten SARS-Ausbruchs – ebenfalls durch eine Coronavirus-Infektion veursacht – Patienten behandelt und bringt eine dementsprechende Expertise zum Umgang mit COVID-19-Fällen mit.


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