
Der Spezialmaschinenhersteller für Zerkleinerungsanlagen ist vor gut drei Monaten von der Eggersmann-Gruppe aus Nordrhein-Westfalen übernommen worden (WsM berichtete) und soll sich in den kommenden Jahren zum „Kompetenzzentrum für Schreddertechnologie“ entwickeln.
Das Warener Unternehmen, das seit mehr als 25 Jahren mobile und stationäre Anlagen zur Zerkleinerung von Holz, Abfall und Gewerbemüll herstellt und weltweit vertreibt, ist vor einigen Jahren ins Schlingern geraten und wurde 2011 von der Unternehmerin Cathrin Wilhelm neu gegründet und damit gerettet. In diesem Jahr übernahm die Eggersmann-Gruppe die Firma und die will jetzt ziemlich schnell Nägel mit Köpfen machen.
Damit sichert Geschäftsführer Karlgünter Eggersmann nicht nur die bisherigen 30 Jobs, sondern will in den kommenden Monaten ordentlich aufstocken. „Ziel sind 75 bis 80 Arbeitsplätze“ so Eggersmann gestern in einer Pressekonferenz.

FORUS soll schon in einem Jahr doppelt so groß sein. Neben einer großen Produktionshalle ist unter anderem auch der Neubau eines Forschungs- und Entwicklungsgebäudes geplant. Rund fünf Millionen Euro will die Eggersmann-Gruppe, die alleine im Recyclingbereich 100 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht, in den Neubau am Standort Waren investieren, weitere 2,5 Millionen in die nötige Technik.
Sowohl die Stadt Waren als auch der Landkreis stehen dem Vorhaben natürlich sehr positiv gegenüber. Warens Bauamtsleiter Gunter Lüdde und Landrat Heiko Kärger sicherten dem Unternehmen ihre Unterstützung für die geplante Erweiterung zu. Und zwar eine „schnelle und unkomplizierte Unterstützung“, wie Heiko Kärger betonte. „Neue Arbeitsplätze haben Vorfahrt“, so Kärger.

Noch bis zum Herbst agiert ein „alt bekannter Warener“ als Geschäftsführer für FORUS, nämlich Hans-Jürgen Geier, jahrelanger Geschäftsführer der Ostmecklenburgisch-Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD).
Die Eggersmann Gruppe ist ein Verbund eigenständiger Unternehmen mit 24 national und/oder international tätigen Firmen und vier Außenstellen in Polen, UK, Frankreich und dem Irak. Neben Aktivitäten innerhalb der Bereiche Bauwesen, Objektmanagement und Anlagenbau gehört auch das 4-Sterne-Lind Hotel in Rietberg sowie der Betrieb von Kompostierungsanlagen zum Leistungsportfolio.








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