
Doch mit der Aussetzung ergibt sich ein weiteres Problem: Die Untersuchungshaft für die Angeklagten endet eigentlich nach sechs Monaten, und wenn sie verlängert werden soll, müsste dies das Oberlandesgericht entscheiden. Dies steht noch aus.
Denn es geht um durchaus empfindliche Strafen: Den Männern werden mindestens sieben Taten vorgeworfen, darunter Freiheitsberaubung, Raub, Körperverletzung, Drogenhandel und Diebstahl. Die beiden Beschuldigten, der „Präsident“ stammt aus Waren, waren im Oktober 2020 bei Durchsuchungen gefasst worden. Damals hatte die Polizei mehrere Objekte in Waren unter die Lupe genommen, unter anderem in der Nähe des Bahnhofs. Laut der Ermittlungen soll die „Smoker Boy“-Gang neun Mitglieder im Alter von 18 bis 41 Jahren gehabt haben.
Etwa 70 Beamte waren im Einsatz. Die beiden „Chefs“ kamen anschließend in U-Haft. Gefunden worden waren ein waffenähnlicher Gegenstand sowie Drogen, wie Amphetamine, Marihuana und Ecstasy, und weiteres Diebesgut. Die Gang soll unter anderem einen Tresor aus einer Firma in Wolgast gestohlen, diesen geplündert und an der Feisneck entsorgt haben. Mehrere Mitglieder der „Truppe“, die nicht mehr mitmachen wollten, wurden geschlagen, bedroht und erpresst.
Den beiden „Chefs“, die sich bisher vor Gericht noch nicht geäußert hatten, drohen für jede der sieben angeklagten Taten eine Freiheitsstrafe.







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