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Umstrittene Hafenerweiterung geht in neue Runde

1. August 2014

Da lässt sich die Stadt Waren nicht lumpen: Der Hafen soll in Kürze richtig groß ausgebaut werden, und das muss man den Einwohnern und Gästen auch schmackhaft machen. So gibt es neuerdings Flyer, auf denen das nicht unumstrittene Projekt zumindest ansatzweise vorgestellt wird.

Heute soll’s nun einen weiteren Schritt in Richtung Hafenerweiterung geben. Am Hafenparkplatz soll eine Infotafel sozusagen feierlich präsentiert werden. Dort können alle Interessierten lesen, was an den Kaimauern in den nächsten Jahren passieren soll.

So weit, so gut. Doch fühlen sich einige Stadtvertreter durch all diese Werbemaßnahmen der Stadt unter Druck gesetzt. Denn erst seit kurzem läuft die europaweite Ausschreibung der komplizierten Baumaßnahmen. Und noch ist nicht sicher, ob die Firmen, die Angebote abgeben, auch im finanziellen Rahmen blieben. Denn schon im Vorfeld ist die geplante Erweiterung um rund 50 Prozent teurer geworden als angenommen und liegt jetzt bei rund 7,5 Millionen Euro. Nicht ausgeschlossen, dass die Experten, die neue, feste Molen setzen wollen, noch mehr verlangen. Doch, Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hat in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass mit ihm eine weitere Kostensteigerung nicht zu machen ist.

Warum also jetzt tausende Euro für Flyer und Tafeln, wenn die Gefahr besteht, dass die Erweiterung gar nicht kommt? „Der neue Hafen wird etwa 70 Liegeplätze mehr haben. Liegeplätze für Einheimische oder Urlauber. Klar finden viele Touristen in der Hochsaison keinen Platz. Aber warum denn, weil mehr Einheimische die Stege in Beschlag nehmen als Urlauber“, meint ein Stadtvertreter und gibt zu, nicht zu verstehen, warum man für 70/ 80 Liegeplätze etwa 8 Millionen Euro ausgibt.

Wie dem auch sei, ab heute wird die umstrittene Hafenerweiterung schon mal großflächig an den Kaimauern propagiert. Und, es sieht ganz so aus, als wenn das Projekt – egal wie hoch die Kosten auch noch steigen mögen – umgesetzt wird. Die politischen Weichen scheinen gestellt.

Hafenumbau


2 Antworten zu “Umstrittene Hafenerweiterung geht in neue Runde”

  1. Heinz-Peter Schifflers sagt:

    Schon heute könnte darauf gewettet werden:
    1. die Hafenerweiterung wird kommen!
    2. die veranschlagten Baukosten werden deutlich überschritten! und am Ende bei mindestens 10 Millionen Euro landen.
    Man könnte ja noch über die Sinnhaftigkeit der Hafenerweiterung diskutieren , wäre da nicht auch noch unmittelbar nebenan ein zweites -äußerst hässliches -Hafenprojekt in Planung. ……… Der Gigantismus treibt erschreckende Blüten. Geld scheint überhaupt keine Rolle mehr zu spielen. Gigantisch muß es sein. Wenn man sich Denkmäler schaffen will, steht die Frage, ob sinnvoll oder nicht, garnicht erst an. Das war schon bei den Feudalherren der vergangenen Jahrhunderte so und das scheint ein nicht ausrottbares Naturgesetz zu sein. Erstaunlich bleibt, daß diejenigen, die diesen Gigantismus bezahlen dürfen – die kleinen Steuerzahler – klaglos zusehen, wie ihr sauer verdientes Geld verschleudert wird. …. Bitter!
    Ihr Heinz Peter Schifflers

  2. Heinz Lindenberg sagt:

    Die Kostensteigerung für das Warener Hafenprojekt ist nach meiner Auffassung noch lange nicht absehbar.
    Wie geplant sollen die bisher schwimmenden Hafenmolen durch feste ersetzt werden.
    Bisher ist ein Wasseraustausch des Hafenbeckens durch Strömungen unter den Molen ausreichend gewährleistet.
    Wenn feste Molen gebaut werden, gelangt nur durch die Hafeneinfahrt Frischwasser in das Hafenbecken. Da es sich hierbei um weit geringere Mengen handelt, ist zu erwarten, dass das Hafenwasser in den Sommermonaten „umkippt“ und durch Sauerstoffmangel unangenehme Gerüche entstehen können.
    In Südfrankreich hat man dieses Problem gelöst, indem man energieaufwändige Pumpstationen installiert hat, um frisches Meerwasser ins Hafenbbecken zu pumpen.
    Ich schlage vor, das Projekt unter diesem Aspekt neu zu prüfen.
    Heinz Lindenberg

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