
Noch steht der alte Imbiss „Büffelkuhle“ am See in Buchholz leer. Schon bald aber soll er wieder ein lebendiger Treffpunkt für alle in der Gegend werden – und das verdankt er nicht zuletzt einem Fortbildungsformat der Hochschule Neubrandenburg. Die „Büffelkuhle“ ist eines der Projekte, die als Ergebnis des Fortbildungskurses Dorfmoderation der Hochschule jetzt im Land umgesetzt werden. „Wir gestalten gerade die Innenräume des alten Imbisses“, erzählt Teilnehmerin Renate Fabisch, die nun in ihrer Gemeinde als Dorfmoderatorin aktiv sein wird. „Wir planen im Frühjahr einen Subbotnik und möchten dann mit einem Osterfeuer in die Saison starten.“
Nach insgesamt sechs intensiven zweitägigen Fortbildungsterminen haben die Teilnehmer des Kurses ihre Qualifizierung erfolgreich abgeschlossen. Vor wenigen Tagen erhielten die neuen Dorfmoderatoren an der Hochschule Neubrandenburg ihre Teilnahmebestätigung. Sie sind damit bestens vorbereitet, Projekte für Dorfentwicklung und Klimaschutz in ihren Gemeinden anzustoßen, hierfür Menschen zu gewinnen und die Projekte aktiv zu begleiten. Im Laufe des Kurses wurden ausgehend von der detaillierten Analyse ihres Dorfes – dem sogenannten „Dorfcheck“ – konkrete Projektideen zu Dorfentwicklung und Klimaschutz erarbeitet, die nun in die Umsetzung gehen. Einige der Dorfmoderatoren sehen sich dabei künftig als Vermittler im Dorf, um Aktivitäten besser zu verknüpfen – etwa Veranstaltungen im Dorf mit Angeboten der Schule. Andere möchten sich stärker für Kinder und Jugendliche engagieren und deren Ideen fördern. Zwei Dorfmoderatorinnen planen zudem, gemeinsam mit dem Format „Sprechen und Zuhören“ wieder mehr Menschen in ihren Gemeinden miteinander in den Austausch zu bringen.
Konkrete Zukunftsprojekte werden nun angestoßen
Das Fortbildungsangebot, das bereits zum 9. Mal stattfand, richtete sich an engagierte Menschen aus Dörfern und Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns, die das Miteinander vor Ort stärken und konkrete Zukunftsprojekte anstoßen wollen. Im Verlauf der Fortbildung vom September letzten Jahres bis Ende Januar setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Grundlagen von gelingender Kommunikation, mit Moderationstechniken und Methoden zur Aktivierung und Beteiligung unterschiedlicher Zielgruppen auseinander. Ebenso ging es um die Frage, wie man gut mit Konflikten umgeht, wie Dialoge zur Energiewende gestaltet werden können, wie kommunalpolitische Entscheidungen funktionieren und welches die rechtlichen Rahmenbedingungen des Ehrenamts sind. Ergänzt wurde das Programm durch ganz praktische Module zu Projektmanagement, Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie zur Gewinnung und Motivation von Engagierten.
Die Teilnehmer des Kurses blicken zufrieden auf den Kurs zurück. „Was ich aus der Fortbildung mitnehme, ist vor allem der intensive Austausch“, so Udo Wasielewski aus Torgelow am See. „Die Mischung aus Vereinsarbeit, kommunaler Erfahrung und neuen Ideen hat die Werkstatt zu einem echten Lern- und Vernetzungsraum gemacht.“
Die Fortbildung Dorfmoderation – Werkzeuge für Dorfentwicklung und Klimaschutz vermittelt Wissen und Werkzeuge, um Dialoge in der eigenen Gemeinde anzustoßen und zu begleiten, Ideen für den Klimaschutz und die Dorfentwicklung zu entwickeln sowie Projekte aktiv mitzugestalten. Die Teilnehmenden lernen, Prozesse zu moderieren, Ideen in die Tat umzusetzen und ihren Ort und ihre Gemeinde zukunftsfähig aufzustellen.
Weitere Informationen unter www.zukunftshandeln-mv.de/mv-tut-was











