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Nach Einbruch: Mediziner will schnell wieder behandeln

7. April 2019

Das war gestern früh ein großer Schock für Dr. Felix Handy. Als der Oralchirurg in seine Praxis im Warener Bahnhof kam, um ein paar Dinge zu erledigen, die er in der Woche nicht geschafft hat, entdeckte er, dass Einbrecher in seiner modernen Praxis zu Gange waren. Die Ganoven hatten es gezielt auf medizinische Geräte abgesehen, und zwar auf die hochwertigen. Alles in allem ist dem 40-jährigen Arzt ein Schaden von mehr als 150 000 Euro entstanden.

Die Täter  nahmen unter anderem Computer mit und sämtliche Handgeräte, also Bohrer etc. Die wurden von den Schläuchen abgeschnitten. Auch ein so genannter Intraoralscanner wurde gestohlen. Dieses Gerät, mit dem Kieferabformungen ohne Abdrücke möglich sind, hat sich Felix Handy erst vor gut einem Monat angeschafft. Kostenpunkt: Fast 30 000 Euro.

Glück im Unglück: Die Einbrecher haben weder das hochwertige Mobiliar noch die Bilder beschädigt.

Am morgigen Montag sollten eigentlich um die 30 Patienten in der Praxis im historischen Bahnhof behandelt werden. Sie bekommen jetzt einen neuen Termin. Ab Dienstag, so schätzt der Oralchirurg ein, sei die Praxis dann schon wieder teilweise arbeitsfähig, ab Ende der Woche wahrscheinlich wieder in vollem Umfang. „Ich habe gleich Ersatz geordert und tolle Partner, die mich unterstützen“, sagte Felix Handy.

Unterstützt wurde er gestern auch von einigen Mitarbeiterinnen, die halfen, die Praxis wieder auf Vordermann und den hygienischen Standard zu bringen. Dr. Felix Handy praktiziert seit rund zweieinhalb Jahren in der etwa 240 Quadratmeter großen Praxis am Bahnhof.

Wie bereits berichtet, drangen die Einbrecher in der Nacht zum Sonnabend über ein Fenster zur Bahnhofseite in die Praxis ein. Es liegt die Vermutung nahe, dass sie die intensiven Bauarbeiten an den Gleisen ausnutzten. Denn seit Freitagabend wird am und in der Nähe des Bahnhofs auch nachts gearbeitet, und das verursacht Lärm.

Die Polizei hofft dringend auf Hinweise.

Foto oben: Dr. Felix Handy zeigt die durchtrennten Schläuche für die medizinischen Geräte.
Foto im Text: Durch dieses Fenster drangen die Täter in die Praxis ein, die Kripo hat Spuren gesichert.


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