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13-Jährige will mit Familien-Auto nach Berlin

20. Januar 2023

Ein Auto aus der Familie ausprobieren und damit nach Berlin zu fahren – das liegt offenbar im Trend bei jüngeren Jugendlichen. Allerdings kommen manche mit einer echten Knüppelschaltung, statt Automatik, dann doch nicht so klar. Nachdem eine 12-Jährige mit „Kumpels“ so etwas vor neun Tagen in Friedland an der Mecklenburgischen Seenplatte gestartet hatte (WsM berichtete), gibt es nun einen weiteren Fall. In einem kleinen Ortsteil von Pritzwalk hatte eine 13-Jährige dieselbe Idee. Sie schnappte sich am Mittwochabend im Ortsteil Steffenshagen den VW der Familie und fuhr los.

Das Verschwinden des Mädchens und des Fahrzeugs fiel der Mutter auf, und sie rief die Polizei. Die Beamten mussten auch nicht lange suchen. Die 13-Jährige hatte wohl noch wenig Fahrpraxis und war schon nach wenigen hundert Metern mit dem Auto-Latein am Ende.

Als sie auf eine größere Straße wollte, stoppte der Wagen. Der Vorfall wurde dann bekannt, weil die junge Dame gleich per Handy die 112 wählte. Die Rettungskräfte konnten danach den Beamten schon sagen, wo das Ausflugsfahrzeug steht. Beim genauen Hinsehen war später klar: Die 13-jährige hatte noch zu wenig Fahrpraxis: „Sie hatte den Gang schlicht nicht einlegen können“, sagte ein Polizeisprecher.

Der Wagen blieb heil und ein größerer Unfall auf der gefährlichen Spritztour über Bundesstraßen oder der Autobahn 24 zum Glück aus. Was die Eltern sagten, ist nicht bekannt.

Beim ersten Vorfall aus Friedland waren das Kindertrio, am Steuer saß letztlich ein 14-Jähriger „Kumpel“, fast 100 Kilometer über die B96 bis nach Teschendorf nahe Oranienburg gefahren, wo die Polizei die Drei mit „Muttis Auto“ stoppen konnte.


Eine Antwort zu “13-Jährige will mit Familien-Auto nach Berlin”

  1. Stefan sagt:

    Stelle nur ich mir die Frage, woher Kinder in diesem Alter überhaupt Fahrpraxis haben?
    Automatik kann ich ja sogar noch in Teilen verstehen, aber selbst dafür hätte mein Verständnis in diesem Alter nicht ausgereicht und erst recht nicht um, wie im Fall aus Friedland, 100km weit zu kommen.