Der neue Chef der Warener Feuerwehr ist auch der alte – obwohl man bei Reimond Kamrath ja nicht von „alt“ reden kann. Doch der 44-Jährige ist schon ein „alter Feuerwehrfuchs“, schließlich gehört er schon fast 30 Jahre zur Truppe. Seit sechs Jahren leitet er die Warener Wehr und wird es auch weiterhin machen. Schon im ersten Wahlgang setzte er sich gegen seinen Gegenkandidaten Andreas Kocik mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit durch. 55 Kameraden stimmten für Reimond Kamrath, nur 18 für Andreas Kocik. Auch bei den weiteren Wahlen sollte Kocik nicht zum Zuge kommen.

Es folgte die Wahl der Zugführer. Auch hier trat Andreas Kocik wieder ein, hatte aber keine Chance: Als Zugführer agieren Christian Hammer und Mike Lessentin.
Neue Gruppenführer sind Raik Mühlenbeck, Toni Brech, Jan-Olav Müller und Marcus Lindenau.
Bereits vor zwei Wochen wurde Carsten Schubel von der Jugendfeuerwehr zum Jugendwart gewählt und Uwe Hanisch zu seinem Stellvertreter.
Keine Personalsorgen

Genau 180mal sind die Kameraden im Jahr 2020 alarmiert worden, das bedeutete 4250 Einsatzstunden für die Freiwilligen, sage und schreibe 1041 Stunden mehr als im Jahr 2019. Dabei machen die Brände mit 38 an der Zahl nicht mehr den größten Teil der Einsätze aus, sondern die technischen Hilfeleistungen. 85mal wurden die Warener Feuerwehrleute zu Hilfeleistungen gerufen, darunter 19mal, weil Türen geöffnet werden musste. Auch 55 Fehlalarme ließen die Kameraden loseilen.
„Knapp an einer Katastrophe vorbei“

Zu den größten Einsätzen im Jahr 2020 zählten ein Wohnhausbrand in Schwinkendorf, der Brand einer Gartenlaube im Kargower Weg, der Brand im Seehotel Ecktannen und das Feuer im Umspannwerk in der Teterower Straße. „Da sind wir wohl knapp an einer Katastrophe vorbei geschlittert. Wenn die Kameraden nicht so schnell vor Ort gewesen wäre, hätte es passieren können, dass viele Warener tagelang ohne Strom dagesessen hätten“, meinte Bürgermeister Norbert Möller und bedankte sich zugleich für den unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz der Freiwilligen sowie bei ihren Ehepartnern. „Auf unsere Feuerwehr ist Verlass“, so Möller und kündigte für das kommende Jahr zwei neue Fahrzeuge für die Warener Wehr an.









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