Es ist zweifellos ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite möchten die Menschen feiern, auf der anderen Seite fühlen sich Menschen vom Feierlärm um den Schlaf gebracht. Genau das ist am Wochenende in Waren passiert. Der Carnevalsclub Waren (CCW) hat zu seinem Jubiläum erstmals in einem großen Partyzelt am Amtsbrink gefeiert, und zwar am Freitag und am Sonnabend. Soweit, so gut. Oder auch nicht. Wie Anwohner finden. Denn die Musik, offenbar stark von Bässen geprägt, spielte bis morgens um 3 Uhr. „Da fragt man sich, warum die Stadt so etwas genehmigt. Beim Müritzfest muss doch auch spätestens um 1 Uhr Schluss sein“, so ein Anwohner gegenüber „Wir sind Müritzer“.
Damit hat er auch nicht Unrecht, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage bestätigte. Allerdings hätten andere Veranstalter auch nur bis 1 Uhr oder 2 Uhr Genehmigungen beantragt. Die Warener Karnevalisten beantragten bis 3 Uhr und haben ihr Okay bekommen – auch mit Blick auf ihr besonderes Jubiläum. Über die nächtliche Musik gingen sowohl bei der Polizei als auch bei der Stadt Beschwerden ein.
In den kommenden Tagen soll es zwischen dem Ordnungsamt und dem Veranstalter noch eine Auswertungsrunde geben, bei der auch über die Einhaltung der Auflagen gesprochen werde. Die Messprotokolle, die vom CCW angefertigt worden seien, liegen der Stadt noch nicht vor.
16 Gedanken zu „Anwohner fühlen sich von Karnevalspartys in Nachtruhe gestört“
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Zur fünften Jahreszeit lädt der CCW grandios zur Jubiläumsfeier ein! Ausgelassen, einmal im Jahr, dass darf doch sein! Am 11.11. geht der Karneval an;- von Advent bis zum Dreikönigstag er dann verschnaufen mag… und seit dem schmotzigen Dunschtig, mit dem Urknall um 4 Uhr früh, für die letzten sechst Tage nochmal ausgiebig feiern kann! Übermorgen ist‘s dann still, weil‘s die Fastenzeit bis Ostern ja so will!
So ist‘ der Brauch und d‘Tradition.Da brauchts keine Ordnungsmacht und kein OA Sanktion! Karnevalisten geniessen die freiheitliche Zeit!
Für‘n nächsten Karneval in Waren denket dran, stellt‘s einen Narrenbaum mit Spiegel auf den Neuen Markt auf, damit sich ein Jeder darin erkennen kann!
Um den vorliegenden Sachverhalt genau bewerten zu können, müsten die behördlichen Auflagen bekannt sein. Insbesondere jedoch die Festlegungen, welcher Lärmpegel ab welcher Uhrzeit einzuhalten wäre. Das ist nicht bekannt. Damit will ich nicht sagen, das die von einzelnen Bewohnern vorgebrachten Beschwerden nicht berechtigt sein könnten.
Problemetisch sehe ich die Lärmprotokolle des Veranstalters. Sie sind nach meinem Verständnis nichts Wert. Das wäre ungefähr so, das ich einen begangenen Diebstahl selbst aufklären soll.
Man kann von Feierlichkeiten halten, was man will. Klar ist, dass ein Festzelt, aufgestellt in unmittelbarer Nähe von Rosengarten und Goethestraße mit seinen Geräuschkulissen nicht bei allen Anwohnern gut ankommt. Wenn ich mich recht erinnere, fanden die Karnevalsveranstaltungen in den vergangenen Jahren im Bürgersaal statt. Weshalb es dieses Mal anders war, mag seine Gründe haben. Fakt ist, dass die Musik (zumindest der Bass) auch südlich der Binnenmüritz zu hören war. Ja, es ist schwierig, kein Spielverderber zu sein. Für die Veranstalter ist es ein Balanceakt, es möglichst vielen gerecht zu machen. Ich schlage vor, in den Versammlungen der Stadtvertreter solche Dinge mit Umsicht und Augenmaß zu besprechen. Dabei sollten Parteizugehörigkeit und weitere Befindlichkeiten keine Rolle spielen. Das ist übrigens generell gemeint…
Als Vorschlag:Rechtzeitig für Spaßverderber Ohrenstöpsel verteilen.
Sonst nichts los oder? Gemeckert wird immer.l
Die Bässe waren doch sehr unangenehm.Bis um 3.00 Uhr wummerte es,der Fernseher war kaum zu hören.An Schlaf war nicht zu denken.Eine Einschränkung bis 1.00 Uhr wäre in Ordnung,es soll ja auch gefeiert werden.
Ja schön , wo liegt hier der Fehler? Es war einmal das KKH auch immer Beschwerden, dann der Bürgersaal jetzt zu teuer gehört aber indirekt zur Stadt keine Einigung 2026 . Jetzt ein Zelt ohne Schutz vor Lärm mit Genehmigung bis 3.00 Uhr Nachts und 2027 im Freien 🤣 Ja so ist es ,wenn man sich den Hals selbst abschnürt . Ich bin kein Fan von Fasching , aber wer es macht ok und da müssen auch adäquate Möglichkeiten bleiben zu bezahlbaren Preisen.
Schade das es immer noch Menschen gibt die es nicht mögen das andre glücklich sind und mal ihre Sorgen vergessen Wollen .
Gönnt der Menschheit doch mal spaß und überlegt wie schlimm Ihr früher gefeiert habt .
Nehmt eure Hörgeräte raus und macht die Fenster zu . Denn wenn es bald keine jüngere Generation mehr gibt. Wer soll euch pflegen . Oder alle diese Dienstleistung machen die Sie täglich in Anspruch nehmen. Liebe Grüße von jemanden der nicht aufgibt gegen diese Querköpfe zu kämpfen. Micha .
Ich gehe stark davon aus, dass ich jünger bin als Sie und ich wäre bei einer zweinächtlichen Beschallung bis 3Uhr ebenfalls mehr als unglücklich gewesen.
Die „Jüngeren“ haben nämlich zumeist auch kleine Kinder und eine volle Woche, in der der Wecker weit vor 6Uhr klingelt.
Tagsüber zum Ausgleich schlafen erübrigt sich, wenn die Zwerge hellwach sind und rechtmäßig ihre Aufmerksamkeit einfordern.
Da ist eine ruhige Nacht am Wochenende eigentlich nicht zu viel verlangt.
Die Frage, warum der Bürgersaal nicht zur Verfügung stand ist hier eigentlich die spannende. Sind nicht diverse Stadtvertreter aktive Karnevalisten? Seit wann spart man an sich selbst?
@Micha: Diese Äußerungen sind ja wohl total daneben. In keinem der Kommentare war zu lesen, dass es den Feiernden nicht gegönnt war. Und das Ding mit den Hörgeräten zeugt nicht gerade von hohem Niveau.
Aber es ist nur einmal im Jahr.
Ja und dann ist noch dies und jenes einmal im Jahr und so findet jeder der es will die Rechtfertigung für eine Ruhestörung.
Hätte so niemals genehmigt werden dürfen.
Nur mal so am Rande
wir waren auch mal jung.👍
Auf welchen Traditionen beruht denn die Entscheidung der Warener Karnevalisten, noch am Aschermittwoch heute weiterzufeiern ? Da ist eigentlich alles vorbei, oder ?
Es wird sich über alles und jeden aufgeregt. Nun ist ENDLICH mal was los in der Stadt und schon hagelt es Beschwerden. Wie oft waren da im Zelt Veranstaltungen? Richtig: 2 x. Und jeder hat das Zelt gesehen, man wusste also, dass etwas los ist.
Ich kann nicht verstehen, dass man sich darüber aufregt, zumal es ja nur 2 Veranstaltungen waren….
Mein Wecker klingelt um 0430uhr, auch an sog. Feiertagen.
Wenn meine Nachbarn bis um 0300uhr Krach gemacht hätten, dann wäre bei mir die Telefonleitung zur Polizei heiß gelaufen.
Feiern ist absolut in Ordnung, aber so das auch der Nachbar nochmal zur Ruhe kommt.
Und die Begründung es ist ja nur 2 tage im Jahr ist lächerlich.
Mit der Begründung macht dann der Nächste einen Oster-Rave, eine Frauentags Technoparty, ein Frühlingsbeginn Gabba Event, ein Sommeranfang Meralfestival etc etc.
Es gibt auch viele Namenstage welche man feiern kann, treffen sich alle Michaels oder Sandras und machen einen Schlagzeugwettbewerb….. es ist ja nur einmal im Jahr.
Einfach Rücksicht nehmen, die Geräuschkulisse anpassen, dann klappts auch mit dem feiern.
Stellt euch vor der Nachbar, der wegen der Feier nicht schlafen konnte ist Brummi Fahrer, und kommt am nächsten Tag durch Sekundenschlaf von seiner Spur ab….. Im besten Fall kommt euer Aspirin gegen den Kater nicht in der Apotheke an, im schlimmsten eine Ladung Schulkinder nicht mehr zu Hause an. Dann könnt ihr direkt noch ne Trauerfeier machen, aber bitte leiser dann.
Jede Handlung hat Konsequenzen.
Zustimmung für den Kommentar von THORSTEN S. Ich finde es schon schlimm, wenn am Tage Lärm ist, geschweige denn die ganze Nacht. Waren ist eine kleine ruhige Stadt, und das soll auch so bleiben. Die Darstellung von Feiernden, die dahin tendieren, dass Ruhesuchende eigentlich ja irgendwie „Banausen“ sein müssten, ist eine ziemliche Frechheit. Auch bei mir würde es Anzeigen hageln.