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Arbeitslosenquote: Niedrigster Mai-Wert seit 25 Jahren

31. Mai 2016

Die Zahl der Arbeitslosen ist von April auf Mai im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte um 1 330 auf 16 390 gesunken. Die Arbeitslosenquote liegt mit einem Wert von 12,1 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert von 12,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahres-Mai sind 445 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.

„Die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt in der Seenplatte hat sich im Mai fortgesetzt. Im Mai stellen die Betriebe, etwa auf dem Bau, in der Landwirtschaft oder in der Gastronomie verstärkt Mitarbeiter ein – dieser Frühjahrsaufschwung hat den Arbeitsmarkt auch in diesem Mai belebt“, sagte Arbeitsagenturchef Thomas Besse. Damit konnten deutlich mehr Männer und Frauen im Mai ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme eine Arbeit beenden, als sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes neu oder erneut arbeitslos melden mussten.
„Doch an vielen Langzeitarbeitslosen gehen die Arbeitsmarkterfolge vorbei“, zeigt sich Besse besorgt.

Holzstempel auf Dokument: ArbeitsamtErfreulich ist, dass sich viele Unternehmen entschieden haben, ihre – gut qualifizierten – Mitarbeiter über die Wintermonate nicht zu entlassen. Weniger Arbeitslosmeldungen sind die Folge: Über 1 1000 Frauen und Männer weniger mussten sich nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes (seit Jahresbeginn) arbeitslos melden, als noch vor einem Jahr. Die so genannte „Rückholaktion“ ist weitgehend abgeschlossen.

Für die Neubrandenburger Arbeitsagentur markieren die Arbeitslosenzahlen im Mai den bislang niedrigsten Wert arbeitsloser Männern und Frauen im Landkreis. Interessant ist ein Blick auf die Struktur der Menschen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten.
„Fest steht: Männer und Frauen ohne Schul- und Berufsabschluss tragen das höchste Risiko arbeitslos zu werden bzw. langfristig zu bleiben“ appelliert der Agenturchef.

Auf der saisonbedingt günstige Entwicklung der Arbeitslosenzahlen will sich Besse nicht ausruhen. „Auch wenn sich die Arbeitslosigkeit bisher günstig entwickelt hat, bleibt noch genügend zu tun“, sagt er und ergänzt: „Was den weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit heute erschwert, sind die vielen Arbeitslosen, die schon länger als ein Jahr nach einer neuen bezahlten Beschäftigung suchen.“

Zudem ist der Anteil an Unqualifizierten unter ihnen besonders hoch. Viele Unternehmen haben keine Verwendung für unzureichend qualifiziertes Personal.“
7500 Menschen sind im Landkreis ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet und zählen somit zu den Langzeitarbeitslosen. „Das ist fast jeder zweite Arbeitslose.“

Besonders erfreut zeigt sich Thomas Besse, dass im Mai die 50-Jahre und älteren Arbeitslosen von der positiven Entwicklung profitiert haben. „Ältere Mitarbeiter sind für die Unternehmen der Region unerlässlich. Die Firmen bauen auf die Erfahrungen dieser Mitarbeiter und schätzen ihre Leistungsfähigkeit. (Ü50: gegenüber Vormonat April: – 499 / – 7,2 Prozent; gegenüber Vorjahresmonat Mai: – 334 / – 5 Prozent). Das ändert aber nichts daran, dass jeder dritte Arbeitslose hierzulande 50 Jahre oder älter ist.


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