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Auf der Suche nach Munition? Tödlicher Tauchunfall in Schwerin

29. Juli 2019

Alte Kriegsmunition verleitet Hobbyschatzsucher immer wieder zu waghalsigen und gefährlichen Manövern. Vermutlich solch ein Tauchgang endete in der Nacht zum Montag in Schwerin nun tödlich. Rettungskräfte den jungen Mann in Taucherkleidung nur noch tot aus dem Ziegelinnensee in Schwerin holen.
Nach ersten Untersuchungen war der Mann mit einem anderen Taucher aus Schwerin nachts in den See gegangen. Vermutlich sollte alte Munition, die bei Kriegsende 1945 in Massen in den See geworfen und entsorgt worden war, geborgen werden. Jedenfalls soll der Verunglückte auch Munition dabei gehabt haben.

Der Bekannte war wieder aufgetaucht, hatte seinen Begleiter vermisst und telefonisch Hilfe gerufen. Die Suche war bei Dunkelheit erfolglos, erst am Morgen konnte der Gesuchte gefunden werden, aber leblos.

Im Ziegelinnensee sowie im Pfaffenteich sollen laut Polizei große Mengen an alter Munition liegen, ähnlich wie auch noch in der Müritz Flugzeugreste und explosive Überreste aus den Jahren 1944 und 1945 liegen.

Die Details des Unfalls in Schwerin würden aber noch geklärt, hieß es. Es soll nicht der erste Tauchgang – trotz Warnungen – von sogenannten Schatzsuchern in dem See gewesen sein.


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