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Corona: Dank und Kritik des Jugendhilfeausschusses

23. Juni 2020

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses des Kreistages des Landkreises Mecklenburgische Seenplattehaben sich vor wenigen Tagen zur ersten Präsenzsitzung nach der Corona-Pause getroffen. Schwerpunktthema war „Corona”. Durch alle Sachgebiete des Jugendamtes wurde den Ausschussmitgliedern ein umfassender Bericht geliefert, wie die Pandemie gemeistert wurde und welche Hürden zu überwinden waren und sind.

„Im Ergebnis dieser Beratung ist es den Ausschussmitgliedern ein großes Bedürfnis, den Mitarbeitern des Jugendamtes, den Trägern der Jugendhilfe und deren Beschäftigten sowie den Kindertagespflegepersonen ein herzliches Dankeschön zu sagen. Dass die Krise so gemeistert werden konnte, ist vor allem ihr Verdienst. Auch den Eltern, Kindern und Jugendlichen gilt ein Dank für ihr Verständnis und Vertrauen“, so der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Peter Ritter.

Gleichwohl verlief der Prozess nicht immer reibungslos. Kritisch bewertet muss der oft zu geringe zeitliche Vorlauf für Entscheidungsprozesse. „Natürlich sind Krisenzeiten keine normalen Zeiten. Aber ob es zielführend ist, wenn freitags aus Schwerin Verordnungen im Jugendamt eintreffen, die dann bereits montags vor Ort umgesetzt werden sollen, ist schon fragwürdig“, so Ritter. Das gilt aktuell auch für Maßnahmen zur Gestaltung der Sommerferien, für die der notwendige Vorlauf einfach fehlt.

Mit Blick auf das kommende Schuljahr bitten die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses ihre Kollegen im Bildungsausschuss des Kreistages den Start ins neue Schuljahr gemeinsam kritisch zu begleiten. Probleme, die sich für Schüler aus dem langen Unterrichtsausfall möglicherweise ergeben, könnten nicht allein den  Schulsozialarbeitern übergeholfen werden, zumal es nur an jeder zweiten Schule im Landkreis eine Schulsozialarbeiterstelle gebe.

 


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