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Das kriminelle Geschäft mit der Liebe

10. April 2020

Betrüger haben durch die Anonymität im Netz oft leichtes Spiel. Mit falschen Profilen bei Social Media suchen sie gezielt nach Singles, die sich nicht nur emotional, sondern leider auch finanziell auf sie einlassen. Ein 57-jähriger Mecklenburger wurde zum Opfer eines solchen Internetbetrugs. Der
Mann, der durch eine Behinderung eingeschränkt ist, war online auf der Suche nach einer Partnerin. Vor mehreren Monaten lernte er eine Frau über Social
Media kennen. Sie lebe in Ausland mit ihrer Oma, die sie dort betreue.

Sie gab vor, in den Geschädigten verliebt zu sein. Sie wolle für ihn sogar nach Deutschland ziehen. Doch bevor es soweit sei, benötige sie 1.500 Euro zur
Absicherung des Testaments ihrer Oma. Während des weiteren Kontakts forderte sie ihn zu zwei weiteren Zahlungen auf, für das sie ein türkisches Konto mit zwei männlichen Empfängern angab.

Der Geschädigte setzte auch das Ersparte ein, was seine Mutter für ihn angelegt hatte. Als vor wenigen Tagen die dritte Überweisung in vierstelliger Höhe tätigen wollte, wies der Bankmitarbeiter am Schalter darauf hin, dass es sich wahrscheinlich um einen Betrug handelt. Daraufhin ließ die Bank das Konto sperren. Der Bruder des Geschädigten verständigte die Polizei.

Die Beamten nahmen eine Strafanzeige wegen Betrugs auf. Dem 57-Jährigen entstand ein hoher finanzieller Schaden von mehreren tausend Euro.


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