
Mecklenburg-Vorpommern gehört weiterhin zu den beliebtesten Campingregionen Deutschlands. In der Sommer-Hochsaison 2026 zahlen Familien mit zwei Erwachsenen und einem Kind im Bundesland durchschnittlich 43 Euro pro Nacht. Innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns gibt es jedoch deutliche Preisunterschiede – vor allem zwischen der Ostseeküste und dem Binnenland. Das zeigt eine aktuelle Preisanalyse von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC.
Mit durchschnittlich 43 Euro pro Nacht liegt Mecklenburg-Vorpommern im bundesweiten Vergleich im oberen Preisbereich. Gegenüber dem Vorjahr steigen die Preise im Land um 9 Prozent und damit etwas stärker als im bundesweiten Durchschnitt. In einigen Bundesländern fällt der Preisanstieg allerdings noch deutlicher aus – etwa in Nordrhein-Westfalen mit +18 Prozent.
Auch in beliebten Ferienregionen mit hoher Nachfrage ist eine stärkere Preisentwicklung zu beobachten. Dennoch bleibt Camping in Mecklenburg-Vorpommern eine erschwingliche Möglichkeit, Urlaub in einer attraktiven Küstenregion zu machen.
Besonders deutlich zeigen sich Preisunterschiede innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Küste und Binnenland. Campingplätze in unmittelbarer Ostseenähe sind deutlich teurer als Plätze weiter im Landesinneren. Standplätze in einer Entfernung von bis zu 150 Metern zum Meer liegen durchschnittlich rund 18 Prozent über dem Preisniveau vergleichbarer Binnenlagen.
Auch im Regionalvergleich wird dieser Unterschied sichtbar:
Mecklenburgische Ostseeküste: durchschnittlich 48 € pro Nacht
Mecklenburgische Seenplatte: durchschnittlich 40 € pro Nacht
Beide Regionen verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen Preisanstieg von 9 Prozent. Auf Rügen fällt der Anstieg mit +4 Prozent moderater aus, während die Preise in Fischland-Darß-Zingst leicht gesunken sind (–3 Prozent).
Durchschnittspreise nach Regionen in Mecklenburg-Vorpommern (Hochsaison 2026)
Region Preis Veränderung zum Vorjahr
Mecklenburgische Seenplatte 40 € +9 %
Fischland-Darß-Zingst 42 € –3 %
Rügen 42 € +4 %
Mecklenburgische Ostseeküste 48 € +9 %
Nebensaison bringt besonders große Ersparnisse
Für Camper aus Mecklenburg-Vorpommern lohnt sich vor allem ein Urlaub außerhalb der Hauptreisezeit im Juli und August. In der Nebensaison liegen die Preise im Land durchschnittlich 24 Prozent unter dem Hochsaisonniveau – die größte Ersparnis im bundesweiten Vergleich.
Auch europaweit bleibt Camping in Deutschland preiswert. Mit durchschnittlich 41 Euro pro Nacht gehört Deutschland – nach Norwegen (38 €) und Schweden (40 €) – zu den günstigsten Campingländern Europas.
Die Preise steigen bundesweit um rund 7 Prozent und damit genau im europäischen Durchschnitt. In klassischen Urlaubsländern liegt das Preisniveau weiterhin deutlich höher, etwa in Kroatien (73 €), Italien (63 €) oder der Schweiz (61 €).
Trotz moderater Preissteigerungen bleibt Deutschland im europäischen Vergleich ein günstiges Campingland. Gleichzeitig zeigt sich laut PiNCAMP-Geschäftsführer Uwe Frers, dass viele Reisende sensibel auf zu starke Preiserhöhungen reagieren und deshalb ihre Aufenthaltsdauer verkürzen oder ihr Reiseziel anpassen.











