Die beiden Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Nord und Mecklenburgische Seenplatte-Süd haben fusioniert, entstanden ist das neue Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte und damit das größte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Umstellung der beiden Jobcenter hat für die Kunden nach Auskunft von Geschäftsführer Stephan Bünning reibungslos funktioniert. Im neuen großen Jobcenter – auch die Müritz-Region gehört dazu – werden mit Stand Dezember 2025 in insgesamt 11.221 Bedarfsgemeinschaften 13.893 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 4.123 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte betreut. Im Dezember 2007 waren es auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Mecklenburgische Seenplatte noch 26.125 Bedarfsgemeinschaften mit 36.999 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und 9.662 nicht erwerbsfähigen Leistungsberechtigten.
„An dieser Entwicklung lässt sich erkennen, dass sich in den letzten Jahren bereits viel getan hat, sich durch geänderte Rahmenbedingungen jedoch auch die Organisation der Grundsicherung im Landkreis zukunftsorientiert aufstellen muss. Ziel ist es, Leistungen effizienter, bürgernäher und transparenter zu gestalten“, heißt es aus dem Jobcenter.
Beide Träger der Grundsicherung, sowohl der Landkreis als auch die Agentur für Arbeit, verfolgen mit der neuen Struktur das Ziel, Verfahren zu harmonisieren, Synergien zu nutzen, Verwaltungskosten zu senken und die Servicequalität für Kunden deutlich zu verbessern.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der weiterhin starken Kooperation mit regionalen Partnern – darunter Arbeitgeber, Kammern, Bildungsträger, Jugendhilfe, Schulen und Wohlfahrtsverbände. Durch diese enge Vernetzung sollen insbesondere die Integrationschancen für erwerbsfähige Leistungsberechtigte weiter gestärkt werden.
Landrat Thomas Müller und der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Andreas Wegner, dankten den Mitarbeitenden für die gute Unterstützung im Fusionsprozess. Alle Dienstleistungsangebote konnten zum Jahreswechsel wie gehabt in Anspruch genommen werden, nun aus einer Hand und mit einheitlichen Standards im gesamten Landkreis. Kleinere Nacharbeiten von zum Beispiel internen Routings von digitalen Posteingängen mussten zu Beginn zum Teil noch nachbearbeitet werden. Da für den Großteil der Mitarbeitern die Kernaufgaben und der Arbeitsort gleichgeblieben sind, war ein nahtloses weiterarbeiten möglich.
„Die meisten Kunden des neuen Jobcenters haben von der Fusion wenig gemerkt. Die Leistungen werden pünktlich gezahlt, und die Beratung erfolgt weiterhin auf hohem Niveau. Das ist eine gute Basis für das neue Jobcenter,“ so Andreas Wegner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Neubrandenburg.
„Wir als Träger begegnen uns dabei auf Augenhöhe und arbeiten in vielen Bereichen eng mit dem Jobcenter zusammen.“ sagt Landrat Thomas Müller. „Die Unternehmen im Landkreis haben konkrete Wünsche, denen wir Rechnung tragen wollen. Besonders wichtig sind uns auch die Jugendlichen zwischen 15 und 25. Als ein Partner des JugendServiceMSE unterstützen wir sie bei ihrem Weg in ein eigenständiges Leben im Beruf.“
„Mit dem neuen Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte bündeln wir Kompetenzen, vereinheitlichen unsere Servicestandards und schaffen damit die Grundlage für eine noch wirksamere Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden. Unser Fokus liegt darauf, Menschen mit passgenauer Beratung und Qualifizierung verlässlich in Ausbildung und Arbeit zu bringen.“ sagt Geschäftsführer Stephan Bünning.
Im Bild: Von links nach rechts: Andreas Wegner, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, Jobcenter-Geschäftsführer, und neben ihm Landrat Thomas Müller anlässlich der Pressekonferenz nach der Jobcenter-Fusion in der Seenplatte.











