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Die Umsätze in der Industrie sind 2018 um 6,6 Prozent gesunken  

29. Mai 2019

Die Industriebetriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen im Land erwirtschafte­ten 2018 ein Umsatzvolumen von 14,9 Milliarden EUR. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, waren das 1,1 Milliarden EUR oder 6,6 Prozent weniger als im Rekordjahr 2017. Das Umsatzminus resultiert überwiegend aus dem rückläufigen Auslandsgeschäft (- 11,1 Prozent), vor allem im Maschinenbau (- 38,9 Prozent).
Die Exportquote ging auf 31,6 Prozent zurück. Sie lag aufgrund der Branchenstruktur in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 48,5 Prozent.

Das Ernährungsgewerbe, die mit Abstand umsatzstärkste Branche der Industrie Mecklenburg-Vorpom­merns, erzielte 2018 um 5,8 Prozent geringere Umsätze als 2017. Ihr Umsatzanteil 2018 betrug 32,2 Prozent.

Die Maschinenbaubetriebe im Land, mit einem Umsatzanteil von 15,4 Prozent auf Platz 2 der Branchenliste, verzeichneten 2018 einen Umsatzrückgang von 31,9 Prozent.

Rund 63 100 Menschen arbeiteten 2018 in den erfassten Industriebetrieben. Ihre Zahl ist gegenüber 2017 um 7,1 Prozent weiter gewachsen, darunter vor allem im Schiffbau. Jeder vierte Industriebeschäftigte im Land arbeitet im Ernährungsgewerbe (Anteil am 30. September 2018: 27,0 Prozent). Weitere 10,9 Prozent der Beschäftigten sind im Maschinenbau und 9,1 Prozent der Beschäftigten in der Herstellung von Metallerzeugnissen tätig.

Allein im strukturprägenden Ernährungsgewerbe arbeiteten Ende September 2018 gut 17 000 Personen, 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Mit einer Industriedichte von 39 Industriebeschäftigten je 1 000 Einwohner belegt Mecklenburg-Vorpommern vor Berlin weiterhin den zweitletzten Platz im Länderranking (Bundesdurchschnitt: 78 Industriebeschäftigte je 1 000 Einwohner).

Dabei sind kleinere Betriebe hierzulande stärker als in den anderen Ländern vertreten. Von den 743 erfassten Industriebetrieben der Unternehmen mit im Allgemeinen 20 und mehr tätigen Personen Ende September 2018 hatten 433 (58,3 Prozent) weniger als 50 tätige Personen (Bundesdurchschnitt 2017: 49,8 Prozent).


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