Zu einer Diskussion über Sportlerehrungen in Deutschland mit der Historikerin Dr. Jutta Braun vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, dem Sportjournalisten André Keil vom NDR und dem Abteilungsleiter Sport der Stadt Neubrandenburg Martin Ramp, moderiert von Dr. René Wiese vom Zentrum deutsche Sportgeschichte, lädt der Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Burkhard Bley am Dienstag, 17. Februar um 18 Uhr in das Latücht in Neubrandenburg ein. Der Eintritt ist frei.
Die Ehrungen erfolgreicher Sportlerinnen und Sportler in Deutschland und auch in Neubrandenburg stehen vielfach in der Diskussion. Die Stadtvertretung Neubrandenburg hatte im Dezember 2025 über die Annahme einer Sachzuwendung entschieden, mit der die ehemaligen Sportlerinnen Katrin Krabbe und Grit Breuer-Springstein durch Bronzeplaketten auf dem „Walk of Sport“ in der Stargarder Straße in Kürze geehrt werden sollen.
Zur Diskussion stehen die Fragen: Was ist die Funktion von Sportlerehrungen für die Gesellschaft? Wie nah standen sich Sport und Diktatur in Deutschland? Können Sportlerinnen und Sportler trotz sportwidrigen Verhaltens als Vorbilder dienen oder sollte es Ausschlusskriterien geben?
Der Landesbeauftragte für MV für die Aufarbeitung der SED-Diktatur Burkhard Bley hatte die Entscheidung der Stadt Neubrandenburg kritisiert. Wegen der gesellschaftlichen Vorbildwirkung einer solchen Ehrung könne diese nicht allein mit sportlichen Erfolgen begründet werden. In seiner Begrüßung wird der Landesbeauftragte auch über den Stand der Bemühungen um einen Ausgleich für die geschädigten Betroffenen von DDR-Zwangsdoping berichten.











