Wer einmal eine interessante Versteigerung erleben will, der kann sich durchaus das kleine Karow westlich von Malchow und Alt Schwerin vormerken. Am Mittwoch war der Ort wieder Schauplatz der traditionellen Bullen-Auktion des Verbandes RinderAllianz. Ergebnis: Die Halle war zum Brechen gefüllt, alle 52 stattlichen Zuchtrinder aus MV und Sachsen-Anhalt fanden neue Besitzer, wie eine Sprecherin des Verbandes WsM sagte.
Dabei ist so eine Jungbullen-Auktion überhaupt nicht trocken, was allein die Namen schon nahelegen: So kommen Angus-Bulle „Piano“ (800 Kilogramm Gewicht), „Oscar“ , aber auch „T-Trump“ – als Anspielung auf einen amerikanischen Politiker -, „Ed Blue“ oder „Tamme“ zum Aufruf. Und zu allen fällt Auktionator Claus-Peter Tordsen auch etwas Wichtiges ein. «Dieser hat eine bewährte Besamungsgenetik“, „Hat der nicht eine tolle Länge und Tiefe“, „Schauen sie sich die Abstammung mal an“ oder „Der garantiert ihren Kälbern eine enorm schnelle Zunahme“, tönt es aus dem Mikrofon.

Fleischrinder sind diese Art von Tieren, die sehr oft auf Weiden zu sehen sind. Die Mutterkühe werden in der Regel auch von den Bullen auf den Weiden gedeckt und ziehen dort auch ihre Kälber auf. Sorgen bereiten den Fleischrindzüchtern, von denen es in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1000 gibt aber die zunehmenden Wolfszahlen. Denn die Raubtiere reißen nicht nur immer wieder Kälber, sondern beunruhigen auch ganze Herden, was sich wiederum auf die Zucht auswirkt oder mitunter auch zum Ausbruch ganzer Herden und damit zu gefährlichen Situationen für Kraftfahrer führen kann.











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