
Zur Ruhe gesetzt hat er sich nach wie vor nicht: Anlässlich seines Geburtstages gibt es im Garten des Blauen Müritzwasserhauses eine Ausstellung keramischer Porträts. Zu sehen sind da beispielsweise der verstorbene Penzliner Schmied Uwe Böttcher, der verstorbene Künstler-Kollege Mario Knobloch und auch Gudrun Knappe, die in Waren viele Jahre journalistisch unterwegs war.
Die künstlerische Ader von Richard Franz-Ulrich Poppe, wie er komplett heißt, wurde schon früh entdeckt, doch es gab, wie so oft zu DDR-Zeiten, das eine oder andere Hindernis, um diese Berufung auch zum Beruf zu machen.

Für den Röbeler Marktplatz schuf Franz Poppe 1969 einen Brunnen, in der beliebten Rundgaststätte gab’s von ihm eine Fliesenwand mit der Altstadtsilhouette von Waren, die heute noch bei Smurfit Kappa zu sehen ist, und auch Warens Brunnen auf dem Neuen Markt ist ein Werk des heute 80-Jährigen.

Ein großer Schicksalsschlag für den bei Meißen geborenen Künstler war der Tod seiner Frau Thea im Jahr 1999, von dem er sich lange nicht erholte. Auch Thea Poppe war künstlerisch aktiv – etliche ihrer Töpfereien stehen heute noch in den Küchenschränken vieler Müritzer. Es war die Zeit, in der er seinen „Kugelphantasien“ freien Lauf ließ. Kugeln, die inzwischen in etlichen Gärten und Häusern zu finden sind.
Seit vielen Jahren engagiert sich Franz Poppe zudem im Tierschutz, hat sogar einen eigenen Tierschutzpreis gestiftet. Er selbst ist unter anderem mit dem Kulturpreis der Stadt Waren ausgezeichnet worden.
„Wir sind Müritzer“ gratuliert ganz herzlich zum 80. Geburtstag und wünscht vor allem viel Gesundheit und weiterhin viele Ideen, mit denen er andere Menschen erfreut.


















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