Einbürgerungen 2023 in Mecklenburg-Vorpommern

9. Juni 2024

In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Verlauf des Jahres 2023 insgesamt 1.625 Ausländer eingebürgert und erhielten somit die deutsche Staatsbürgerschaft. Damit lag die Zahl der Einbürgerungen nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres (1.680). Gut 85 Prozent bzw. 1.390 Personen der im Jahr 2023 eingebürgerten Personen behielten nach der Einbürgerung ihre frühere Staatsangehörigkeit. Der Anteil der unter 15-Jährigen an den Einbürgerungen 2023 betrug rund 26 Prozent. Der Anteil der Männer an allen Einbürgerungen war mit rund 62 Prozent deutlich höher als der der Frauen mit einer Quote von gut 38 Prozent. Für viele Syrer, die in den Jahren 2015 und 2016 als Schutzsuchende nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind, bestand auch im Jahr 2023 durch eine ausreichende Aufenthaltsdauer die Möglichkeit zur Einbürgerung.

Die Zahl der eingebürgerten syrischen Staatsangehörigen lag folglich mit 1.030 im Jahr 2023 auf ähnlicher Höhe wie im Vorjahr (1.070). Damit war Syrien auch im vergangenen Jahr der häufigste Herkunftsstaat, gefolgt von der Ukraine (80) und Afghanistan (50).

Von allen Landkreisen und kreisfreien Städten des Landes verzeichnete die Landeshauptstadt Schwerin mit 450 die höchste Zahl an Einbürgerungen gefolgt von der Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit 360. Im Landkreis Rostock erlangten die wenigsten Personen die deutsche Staatsbürgerschaft (95).

Nach § 10 des Staatsangehörigkeitsgesetzes können Ausländer nach acht Jahren sowie „bei Vorliegen besonderer Integrationsleistungen“ bereits nach sechs Jahren eingebürgert werden. Einbürgerungen mit verkürzter Mindestaufenthaltsdauer von sechs Jahren erfolgen auf Grundlage von § 10 Absatz 3 Satz 2 Staatsangehörigkeitsgesetz. 


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