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Entscheidung zum Kaufhaus-Bau in Waren steht unmittelbar bevor

19. August 2015

Noch immer kein Urteil zum beabsichtigten Bau des Kaufhauses „Stolz“ in Waren. Nach einer erneuten Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Greifswald am gestrigen Tag soll das Urteil allerdings in spätestens drei Wochen auf den Tischen der Beteiligten liegen. Und die Beteiligten sind der Investor, dem das Grundstück neben dem Lidl-Markt in Waren gehört, der Landkreis, der die Baugenehmigung bislang versagt hat, und die Stadt, die sich so gar nicht mit dem Vorhaben anfreunden will.

Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ hat der beauftragte Gutachter bei der gestrigen Verhandlung erneut erklärt, dass die von Warens Verwaltung durch den Kaufhausbau befürchteten schädlichen Auswirkungen für Warener Innenstadt so nicht eintreffen.

Zur Erinnerung: Auf einem Grundstück neben dem Lidl-Markt in der Strelitzer Straße möchte eine Warener Investorengemeinschaft ein Kaufhaus mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bauen und hat auch schon den entsprechenden Betreiber dazu: Kaufhaus Stolz – eine Kette mit derzeit 27 Filialen in Deutschland sowie einem Online-Shop.

StolzVor allem die Stadt Waren hat etwas dagegen, spricht von schädlichen Auswirkungen auf die Innenstadt. So gibt es bislang auch keine Baugenehmigung, die aber nicht die Stadt, sondern der Landkreis erteilen muss.

Der Investor klagte vor dem Verwaltungsgericht. Das Gericht wiederum wollte nicht alleine entscheiden und beauftragte einen eigenen Gutachter. Und der ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine schädlichen Auswirkungen von diesem neuen Kaufhaus neben Lidl ausgehen würden.

“Dieses Ergebnis zweifeln wir an. Sowohl die Zahlen, die zugrunde gelegt wurden, als auch die Bewertung”, kommentierte Warens Bauamtsleiter Gunter Lüdde seinerzeit. Deshalb forderten die Greifswalder Richter weitere Untersuchungen und Berechnungen, die jetzt vorliegen und die das bisherige Ergebnis bestätigen: Das Kaufhaus schadet der Innenstadt nicht.

Der Rechtsstreit zieht sich inzwischen schon mehr als drei Jahre hin


5 Antworten zu “Entscheidung zum Kaufhaus-Bau in Waren steht unmittelbar bevor”

  1. Deli sagt:

    Es wäre für viele Warenner von Vorteil, die meisten fahren durch halb Meck.-Pomm. um ordentlich und auch Preisgünstig einzukaufen. Viele bestellen nur noch im Internet da man hier nichts bekommt und wenn dann ist es viel zu überteuert, damit schießt sich der „tolle“ Innenstadtverein doch selber ins aus. Man sieht doch wie oft dort die Geschäfte wechseln, manche gibt es 2 Wochen und schon sind sie wieder weg. Aber egal Hauptsache man schiebt die Schuld einem Kaufhaus in die Schuhe was noch nicht mal hier ist? Vielleicht sollten die mal bei sich gucken, was man ändern kann um das einkaufen dort attraktiver zu machen.
    Es ist doch nur von Vorteil, außerdem sollte es doch auch darauf ankommen was die meisten Menschen hier wollen, nicht nur die Herrschaften von der Stadt kaufen hier ein.
    Es bringt auch neue Jobs usw. also besser kann es doch nicht sein und die Stammkundschaft wird dem Innenstadtverein sicher erhalten bleiben.

  2. Norbert Tupeit sagt:

    Dazu kann ich nur sagen,die alten Seilschaften sind immer noch aktiv.Was in Waren noch unbedingt fehlt ist die Fischgaststätte Nordsee .Aber da würden, er Tote auferstehen in Waren ,wenn man die Firma angenommen zum Altstadt Center holen würde Dann müssten sich aber viele Gaststätten ganz anders drehen.Und so ist das genauso mit der Firma Stolz. PS Dann hätte das Center auch eine Berechtigung solch einen Namen zu tragen. Aber wie jetzt es besteht, macht es doch eine sehr tragische Figur.

  3. Heiko sagt:

    Wer hat was gegen ein Kaufhaus in dem direkte und indirekte (durch Bau usw.) Arbeitsplätze entstehen, wo Steuereinnahmen generiert werden und Nachfrage befriedigt wird. Was ist mit Wettbewerbs- und Niederlassungfreiheit, die ja deutsches und EU Grundrecht verinnerlichen. 4 x Edeka ist doch anscheinend auch O.K.. Oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen?

  4. Wolle sagt:

    Ja die alten Seilschaften in Waren sind immer noch aktiv und verhindern mit aller Macht ein vorwärts kommen.
    Meine Familie und Freund fahren nach Berlin oder Rostock um vernünftige preiswerte Klamotten zu kaufen denn die Preise in der Innenstadt sind unangemessen hoch.
    Beispiel Jeans oder Poloshirt gleiche Marke gleiche Qualität in den besagten beiden Städten um 50 bis 70% billiger wie in Waren wie geht das ?
    Dazu in der Innenstadt von Geschäft zu Geschäft eine Lobby und Bekannte in der sogenannten Stadtvertretung dazu muss man nichts mehr sagen oder.
    Waren braucht ein Kaufhaus sonst verliert die Stadt noch mehr an Kaufkraft denn viele fahren in die großen Städte um einzukaufen ,wo vor hat man Angst ? Kette Stolz ist ein kleines Kaufhaus siehe auf Usedom usw und kein Geschäfte fressender Gigant .
    Also und es enstehen auch Arbeitsplätze die Waren so dringend braucht es sind ja genug Betriebe geschlossen worden ,

  5. Brüsi sagt:

    Ach ja , der Herr Lüdde . Die strahlende Kompetenz in Sachen Finanzfragen . Was haben wir ihm nicht schon für tolle Sachen zu verdanken , eine Brücke beim Ärztehaus am Kiez , die fast zum unüberwindlichen Hindernis für Patienten wurde ( was aus DER wohl geworden ist ) ! Der neue Hafen wird ein wenig teurer , was Solls , fällt doch fast gar nicht auf !
    Ich will Herrn Lüdde nicht die alleinige Schuld zuweisen aber bei ihm als Bauamtsleiter geht doch alles über den Tisch !!!
    Und nun das , da soll ein Kaufhaus kommen , das der Innenstadt vielleicht ein paar Kunden ausspannt . Mal sehen was kaufe ich denn in der Innenstadt ……NICHTS !!! Außer alle paar Jahre einen neuen TV . Aber wenn man nicht den menschlichen Standartmassen entspricht bekommt man dort nichts . Wenn doch , dann nur zu völlig überzogenen Preisen. Deshalb sollte das Kaufhaus eine Chance bekommen . Wird sich dadurch etwas ändern ? Ich weiß es nicht . Aber wenn man es nicht versucht , wird man es nicht herausbekommen .
    Noch eine Anmerkung zu unseren Stadtoberen : Das was Merkel und Konsorten auf der großen Bühne versauen , das machen unsere Stadtvertreter auf der kleinen Bühne !

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