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Fit werden mit Fitness-Apps – Ein Ratgeber für Einsteiger

11. August 2019

Dass Bewegung essentiell für die Gesundheit ist, ist heute so selbstverständlich, wie das Wissen darum, dass Nahrung das Überleben sichert. Oder dass die meisten Lebewesen auch ohne Sauerstoff und Flüssigkeitszufuhr nicht lange überleben können. Und dennoch vernachlässigen zahlreiche Menschen gerade sportliche Aktivitäten. Nur knapp 12% oder Deutschen trieben im Jahr 2018 mehr als einmal in der Woche Sport. Fast genauso viele trieben seltener als einmal im Monat Sport. Dabei raten Ärzte doch immer wieder sich einige Stunden in der Woche sportlich zu betätigen.
In den meisten Städten, wie auch in Waren und selbst in kleineren Ortschaften sind heute unter Traineraufsicht auch eigentlich die Möglichkeiten geboten, sich fit zu halten. Das scheint als Motivation aber nicht auszureichen. Oftmals werden auch die Preise für Studios ungerne gezahlt, vor allem wen unregelmäßig dorthin gegangen wird. Eine sinnvolle und für viele Menschen bereits funktionierende Lösung allerdings bieten Fitness-Apps:

Mit ihnen sind Sporteinsteiger an keine festen Studiogebühren gebunden, müssen in der Regel kein Geld für irgendwelche Geräte ausgeben und können oft alleine mit ihrem Körpergewicht trainieren. Außerdem sind einige Apps kostenlos und es lassen sich die Fortschritte dokumentieren und alleine schon daraus kann Motivation wie von alleine generiert werden.

 Die Entwicklung der Fitness-Apps

Das Fitness-Training ist heute nicht mehr das gleiche wie früher. Smartphones und Apps haben den Sport im Allgemeinen stark verändert. Selbst Einsteiger müssen heute nicht mehr in Studios und sich von Trainern Pläne erstellen lassen. Diese Funktion und viele weitere übernehmen heute Programme auf dem Handy – und das erfolgreich und kompetent.

Das ist auch der Grund dafür, dass heute unzählige Fitness-Apps in den gängigen App-Stores zur Verfügung stehen. Das war natürlich nicht immer so.

  • Die ersten Fitness-Apps gab es bereits kurz nach dem Start der App-Stores im Jahr 2008. Einige von ihnen sind heute aber wieder vom Markt verschwunden
  • Während die ersten Apps noch sehr einfach gestrickt waren, entwickelten sie sich bald weiter, weil mittels besserer und modernerer Smartphones dieses nun wie ein Fitnesstrainer genutzt werden konnte. Egal ob zum Laufen, Radfahren oder für Wandertouren – die Geräte halfen, motivierten und dokumentierten. Die Apps kamen genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Ausdauersport nämlich wuchs immer mehr mit etwa dem Krafttraining zusammen und wurde nicht mehr so sehr als Fanatismus oder notwendiges Übel betrachtet. Vielmehr wollten immer mehr Menschen auch Cardio-Training betreiben – und suchten eben Hilfe unter anderem in Apps
  • Was die Dokumentation betrifft sorgten vor allem Bewegungssensoren und GPS-Tracking für Präzision und wirklich praktische Funktionen. Laufrouten etwa konnten nun genau nachvollzogen werden
  • Viele Apps kosteten am Anfang Geld, wenn Kunden sie uneingeschränkt nutzen wollten. Zur Kundegewinnung wurden beispielsweise mehrere kostenfreie Monate im Jahr angeboten. Da Kunden diese Zyklen erkannten und warteten, bis bestimmte Apps wieder kostenfrei zur Verfügung standen, hatten Entwickler Schwierigkeiten, genug Profit mit den Apps zu machen
  • Der Wandel der Fitness-Apps zu dem, was sie heute sind, begann. Unternehmen entwickelten passend zu den Apps Fitnessgeräte, wie Armbänder und Smartwatches, um damit Umsatz zu erwirtschaften. Auch In-App-Werbungwurde verstärkt geschaltet, was wiederum natürlich den Nutzern weniger gefiel. Weiterhin wurden in vielen Apps kostenlose Funktionen zu Premium-Features, die von nun an Geld kosteten.
  • User mussten also „Vollmitglieder werden“, um alle Funktionen einer App nutzen zu können. Daraus entstand im Grunde auch der Community-Gedanke, den viele der heutigen Fitness-Apps gemein haben. Hinzu kam, dass Apps durch die zunehmende Personalisierung mehr Motivation versprechen. Mit Sprüchen in Form von Push-Benachrichtigungen, wie „Hast Du deine täglichen dreißig Minuten Training schon hinter Dir?“ will die App verhindern, dass sie auf den Handys der User ungenutzt vor sich hin ruht.

Wo Fitness-Apps anfangs oftmals nur Trainingspläne beinhalteten kombinieren die meisten Anbieter heute die sportlichen Einheiten mit durchdachten Gesundheitsberatungen. So finden sich meist auch individuell angepasste Ernährungspläne und weitere Gesundheitstipps in den Apps. Doch woran genau erkennen User und Interessenten eigentlich eine wirklich gute Fitness-App im heutigen, scheinbar undurchdringlichen App-Dschungel?

Woran sich gute Fitness-Apps erkennen lassen

Eine gute Fitness-App…

  • fragt den Nutzer nach seinen Fitnesszielen und stimmt die Lösungen individuell darauf ab
  • enthält nicht nur einfach eine Sammlung an YouTube-Videos zum Thema Fitness
  • lässt den Nutzer einen Fitnesstest absolvieren, auf welchem aufbauend ein Trainingsplan erstellt wird
  • verspricht dem Nutzer nichts, was sie nicht halten kann, nur um gute Wertungen im App-Store zu generieren
  • gibt nach jedem Training ein Feedback, um die Intensität des Trainings nach und nach zu steigern oder bei Bedarf wieder zu senken
  • zeichnet sich – wie jede andere vertrauenswürdige App in der Regel auch – im App-Store vor allem durch eher positive Bewertungen aus
  • zwingt den User mehr oder weniger dazu, sich vor jedem Training aufzuwärmen. Denn dieses Aufwärmprogramm schützt letzten Endes vor Verletzungen
  • enthält außerdem Cool-Down-Programme, um nach dem Training die Regeneration etwa mittels Dehnübungen zu unterstützen
  • stellt einzelne Übungen anhand von Fotos und Videos genau dar und fasst außerdem alle in einer Bibliothek zusammen
  • stellt gerade auch für Einsteiger Übungen vor, die nicht zu komplex sind
  • versichert, dass keine Nutzerdaten weitergegeben werden und der Datenschutz ernstgenommen wird
  • vermittelt den Usern über Timer und Sprachansagen, wenn Übungen oder Bewegungen sich ändern und lässt dennoch die Möglichkeit zu, parallel zum Training Musik abzuspielen
  • lässt es zu und ermöglicht es, Daten mit anderen Apps, wie etwa Fitnesstrackern oder gesonderten Ernährungs-Apps zu synchronisieren
  • enthält keine versteckten Kosten oder Abo-Fallen, sondern ist gerade in dieser Hinsicht vollkommen transparent.

 Drei empfehlenswerte Apps und wie man mit ihnen fit wird

Der „LOOX Fitness Planer“

Diese App ist extrem umfangreich und lässt User aus 300 unterschiedlichen Fitnessplänen den jeweils für einen passenden aussuchen. Die vier Hauptziele unter denen die Pläne angeordnet sind, lauten: Muskelaufbau, Abnehmen, allgemeines Fitness-Training und Körperstraffung. So kann jeder sich, zu seinem persönlichen Ziel passend, einen entsprechenden Plan aussuchen oder auch immer wieder den Plan wechseln.

Praktisch ist, dass die Pläne für Männer und Frauen separat verfügbar sind und Schwierigkeitsgrade, die Dauer des Trainingsplans in Wochen und die von den Übungen beanspruchten Körperpartien angezeigt werden.

Für alle, die gerne im Fitnessstudio trainieren möchten, aber noch Einstiegshilfe und professionelle Führung brauchen, ist die App absolut praktisch. Wir empfehlen: Bei einem Trainingsplan bleiben um Fortschritte, absolvierte Übungen und geleistete Workouts mit der Trainingsanalyse des Programms übersichtlich festhalten zu können. Dies nämlich erweist sich in kürzester Zeit als effektiver Langzeitmotivator. Übrigens kann mit Hilfe eines Körper-Protokolls auch immer das Gewicht, der Umfang diverser Körperteile sowie der eigene BMI protokolliert werden.

Der „wikifit FitnessCoach“

Diese App lässt User ebenfalls gleich zu Beginn ein eigenes Ziel festlegen. In diesem Fall sind es: Gewichtsverlust, Muskelaufbau, mehr Ganzkörperfitness oder eine verbesserte Ausdauer via Cardio-Training. Hier kann sogar angegeben werden, wieviel Muskelmasse etwa genau aufgebaut, bzw. wieviel Körperfett abgebaut werden soll.

Die App erstellt anschließend automatisch in Abhängigkeit vom Körpergewicht und der Sportlichkeit des Nutzers Ernährungstabellen, die sogar über die Kalorien- und Nährstoffmengen aufklären und bietet individuell zugeschnittene Trainingspläne. In einem Ernährungstagebuch können die Speisen, die am Tag zugeführt werden, übersichtlich protokolliert werden.

Vor allem für all jene, die ihre Ausdauer verbessern und dadurch vielleicht auch abnehmen möchten, ist die App zu empfehlen, da hier in der Regel keine zusätzlichen Geräte vorausgesetzt werden. In der Premium-Version der App, die für einmalig knapp 7€ erhältlich ist, findet eine persönliche Ernährungsberatung statt. Diese kann auch auf salzige, fettige oder einfach kalorienreiche Kost eingehen und wertet die Ernährungsgewohnheiten so aus, dass eine Einkaufsliste erstellt werden kann. Außerdem verschwindet in der Zahlversion der Werbebalken aus der Anzeige und ein fotogestützter Vorher-Nachher-Vergleich wird verfügbar.

Das Analysetool „Athlagon“

Athlagon ist keine klassische Fitness-App, sondern in erster Linie ein Programm, das sich darauf spezialisiert hat, die eigene körperliche Fitness optimal abzubilden, bzw. zu testen. Sowohl die Ausdauer, als auch die (Schnell)Kraft, Kraftausdauer, Beweglichkeit und Koordination lassen sich mit der App verfolgen.

Sie wurde von etlichen Sportwissenschaftlern und Physiotherapeuten entwickelt und beinhaltet über 180 Tests, die etwa mit Videotutorials untermalt werden. Mit wöchentlichen Challenges und Aufstiegsmöglichkeiten ins nächste Level soll der Ehrgeiz der User geweckt werden.

Wir finden, dass die App im Grunde konkurrenzlos ist, wenn es darum geht, sich intensiv mit der eigenen Fitness auseinanderzusetzen und Ziele zu setzen. In Kombination mit einer Trainings-App, wie einer der oben genannten, sollten auch Einsteiger schnelle persönliche Erfolge verzeichnen können.


2 Antworten zu “Fit werden mit Fitness-Apps – Ein Ratgeber für Einsteiger”

  1. Muckijunge sagt:

    Hallo, vielen dank für den tollen Artikel über Fitness Apps.

    Ich nutze selbst seit einiger Zeit schon die Athlagon App und bin hellauf begeistert. Was ich super finde ist, das man sein eigenes Equipment einstellen kann und die App sich dann danach richtet.

  2. Simon Simson sagt:

    Ich habe mir gleich alle Fitness-Apps, die ich im gxxgle-store kriegen konnte, heruntergeladen. Das sind wirklich viele! Dafür brauchte ich aber erst mal ein neues Smartphone der Oberklasse. Seitdem tippe ich, ganz enthusiastisch, auf dem Ding und in diesen Apps herum. Meistens wird es dabei draußen dunkel. Aber wozu rausgehen oder auf dem Mifa-Ergometer im Keller die Wand anstarren, wenn die Fitness per bunte Apps erreicht wird. Abgenommen habe ich zwar nicht, das liegt ja, wie es bei der Fitness immer so ist, am schnellen Aufbau der Muskelmasse. Ich kann sie alle sehr empfehlen: Leute, tippt mehr!

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