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Frau bewahrt Mann an Bahnstrecke vor schwerem Fehler

15. Oktober 2019

Mutiges Ansprechen von verzweifelten Menschen kann sich lohnen: Eine couragierte Frau hat auf diese Weise an der Mecklenburgischen Seenplatte einen Mann daran gehindert, sich aus Liebeskummer vor einen Zug zu werfen.

Wie eine Polizeisprecherin heute erklärte, hatte sich der 22-Jährige am Montag mit seiner Ex-Partnerin in Altentreptow in deren Wohnung gestritten, als er nach der Trennung noch Sachen holen wollte. In seiner Rage habe er versucht, sie zu würgen, und angekündigt, sich das Leben zu nehmen. Am nächsten Bahnübergang in der Teetzlebener Straße sei die Passantin dann offen auf den Mann zugegangen und habe ihn so schnell in ein Gespräch verwickelt, dass der bereits nahende Zug vorbeifuhr, ohne dass sich der Mann auf die Gleise legen konnte.

Unterdessen hatte die Ex-Freundin schon die Polizisten alarmiert. Die heraneilenden Beamten fanden den 22-Jährigen dann aber immer noch in der Nähe der Gleise. Als sie den Mann sicherheitshalber mitnehmen wollten, habe dieser begonnen, um sich zu schlagen und zwei Beamte verletzt. Der Mann, der vermutlich unter Alkohol und Drogen stand, konnte überwältigt werden und kam schließlich in eine Klinik.

Ganz ohne Folgen bleibt der Ausraster aber nicht: Er muss sich nun wegen Körperverletzung, Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung verantworten, denn auch im Streifenwagen ging eine Scheibe zu Bruch. Die Beamten können aber weiter Dienst tun, hieß es.


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