Bei einer Sonderführung im Müritz-Nationalpark an den kommenden Samstagen begeben sich die Teilnehmer, begleitet von seltsamen Rufen, mit den Rangern auf die Suche nach einem heimlichen Schilfbewohner. Die scheue Rohrdommel, im Volksmund wegen ihres markanten Rufs auch Moorochse genannt, fühlt sich hier wohl. Es werden Lebensräume durchquert, die sich langsam wieder einem natürlichen Zustand annähern.
Datum: 11. April, 18. April, 25. April und 2. Mai 2026, 9:00 Uhr
Dauer: ca. drei Stunden, 5 km
Treffpunkt: Blankenförde 17252, Nationalpark-Information
Foto: Volker Spicher, Kathleen Slabik







Tut was für das Schilf! 90 Prozent davon sind schon an unseren Seen verschwunden. Das haben die alten Fischer vorausgesagt, als man ihnen sagte, Schilf schneiden sei ab jetzt verboten, um es zu schützen. Das ist falsch, denn es begrub sich selbst unter sich, verfaulte dann, was es tötet. Wichtiger Rohstoff für Industrie und Baugewerbe, die Pflanze schlechthin, die CO2 bindet, Wasser reinigt und Sauerstoff einträgt, Lebensraum und Biotop, erster Futterspender im Frühjahr für Jungfische mit seinem Samen. Der derzeitige Restschildgürtel bietet kaum Brustmöglichkeiten, was man am Rückgang von Haubentaucher, Enten, Blesshühnern etc. merkt. Die Waschbären holen sich den Rest. Wacht auf und schneidet das Schilfrohr wieder, bevor es ganz verschwunden ist.
Oder muss es erst wieder Millionen für Renaturierung kosten?