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 „Gretha van Holland“ fällt länger aus – Erste Absagen für Gäste

9. Mai 2019

Wer in diesem Jahr eine Flusskreuzfahrt mit der „Gretha van Holland“ unternehmen wollte, braucht viel Geduld. Das 50 Jahre alte Schiff wird nach der Unfallserie (WsM berichtete) auf der Müritz-Elde-Wasserstraße noch mindestens zwei Wochen in Parchim festliegen, darf dann nur eingeschränkt und in Begleitung einmal weiterfahren und muss an der Müritz in eine Werft. Das erfuhr „Wir sind Müritzer“ jetzt von den Behörden.

Hauptproblem ist derzeit das zerstörte Steuerhaus, das an einem Schleusentor am letzten Wochenende zerschellte. Der Kapitän hatte laut Polizei das Steuerhaus bei der Ausfahrt nicht rechtzeitig abgesenkt. Dieses wichtige Führerhaus soll nun soweit repariert werden, dass die „Gretha van Holland“ wenigstens ein Attest für eine Überführungsfahrt bekommt, dass sie nicht andere Schiffe oder Schleusen beschädigt.

„Das ist anders als beim Auto, man kann das große Schiff nicht einfach abschleppen und in die Werkstatt bringen“, sagte ein Beamter. Deshalb bleibt es erstmal an der Schleuse Parchim.

Sollte die Fahrt weitergehen, ist das Schiff immer noch 20 Zentimeter zu tief für die beiden Wasserstraße, die an Müritz und Plauer See anschließen. Deshalb soll auf der Werft an der Müritz auch geprüft werden, ob man Einbauten gefahrlos herausnehmen kann, damit es wieder auf 1,20 Tiefgang kommt. Sonst kann das Schiff weder in die Müritz-Elde-, noch in die Müritz-Havel-Wasserstraße fahren. In den großen Seen sei der Wasserstand noch so, dass auch mit mehr als 1,40 Metern Tiefgang gefahren werden kann.

Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“ mussten bereits zwei Kreuzfahrtwochen für etwa 40 Gäste ausfallen. Weitere Fahrten sind für Ende Mai geplant – bisher.


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