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Honigtau der Blattläuse sorgt für klebrige Autos

18. Juni 2020

Klebrige Scheiben und klebriger Lack. Das kommt gerade im Monat Juni vermehrt vor. Verantwortlich dafür: Honigtau – so der Name dieses klebrigen Stoffes, der Autos und Gartenmöbel mit einer zuckerartigen Schicht umhüllt. Entgegen vieler Annahmen ist Honigtau keineswegs ein Blütennektar, sondern besteht aus den Ausscheidungen der Blattläuse, die in der Sommerzeit besonders aktiv sind. Ähnlich wie bei Vogelkot, sollte man auch dieses Sekret der Baumbewohner zügig entfernen.
Eine Nacht unter einem Baum geparkt reicht aus, um am nächsten Morgen ein klebriges Fahrzeug vorzufinden.

Grundsätzlich ist der Honigtau ein harmloses Schönwetter-Phänomen, da er wasserlöslich ist und beim nächsten Regen einfach vom Auto gespült wird, während die Blattläuse vom Regen ebenfalls weitestgehend vom Baum gewaschen werden. Vermischt sich der Honigtau allerdings mit dem Rußtaupilz und wird von der Sonne beschienen, kann es zu Lackschäden kommen. Zur Sicherheit sollte man dem Drang nachgeben und das Fahrzeug in die Waschanlage fahren. So wird man nicht nur das lästige Kleben los, man vermindert auch das Risiko auf Lackschäden.

Wer es nicht direkt in die Waschanlage schafft, der sollte die Autoscheiben vor Fahrtantritt gründlich reinigen. Durch die klebrigen Substanzen bleiben herabfallende Blätter und aufgewirbelter Schmutz gerne einmal kleben und können die Sicht behindern. In der Waschanlage empfiehlt der ADAC ein Waschprogramm mit Vorwäsche, um alle Honigtau- und Pilzpartikel restlos zu entfernen.


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