Die bekannte Ostsee-Insel Hiddensee hat nur etwa 1000 Einwohner, eine Kirche, eine besonders bekannte Wetterstation und auch ein Polizeibüro. Das Eiland westlich von Rügen gilt bei vielen Erholungssuchenden schon lange und auch immer noch als Ort mit besonderem Flair, aber manche Leute scheinen damit wenig anfangen zu können. So muss die Polizei auf der autofreien Insel jetzt in Sachen Kirchenklau ermitteln, nachdem ein Kunstdiebstahl mit einer hölzernen Gans gerade erst aufgeklärt wurde. Wie die Kirchengemeinde Hiddensee mitteilte, haben Unbekannte innerhalb von einem Monat zweimal Spenden in der Inselkirche gestohlen. Am vergangenen Sonntag verschwand ein Spendenbehältnis aus einem Vorraum gleich völlig. Diese Box hatte einen Wert von etwa 250 Euro, darin waren wohl etwa 50 Euro, wie es hieß.
Erst vor gut einem Monat war eine alte hölzerne Spendentruhe im Vorraum der Kirche aufgebrochen und daraus Geld gestohlen worden. Auch hier lag der Sachschaden bei 300 Euro, entwendet wurden 65 Euro an Spenden. Ob die Täter Inselbewohner oder Besucher waren, die fast immer per Fähre kommen und wieder wegfahren, ist noch unklar.

Unbekannte hatten eine etwa einen Meter hohe Holz-Gans im August vom Hof des 70-jährigen Schöpfers bei Vitte verschwinden lassen. Die Ermittlungen ergaben, dass sich ein 67-jähriger Inselbewohner die „Gans“ wohl geholt hatte, ohne zu fragen. In seinem Haus stand das Exemplar auch – sogar im Wohnzimmerfenster, so dass sie von außen zu sehen war.
Der 67-Jährige habe im Zuge eines Durchsuchungsbeschlusses die Tat auch gestanden und die Skulptur freiwillig wieder herausgegeben. Warum er nicht mit dem Bildhauer darüber gesprochen hatte, blieb zunächst unklar.
Foto: Polizei







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