Ministerin: Menschen mit Behinderungen haben großes Potenzial

5. Mai 2018

Sozialministerin Stefanie Drese sieht in der Teilhabe am Arbeitsleben einen entscheidenden Schritt zur besseren gesellschaftlichen Integration von Menschen mit Behinderung. „Hier besteht ein erheblicher Nachholbedarf. Menschen mit Handicap bringen Ressourcen und Talente mit, die wir viel besser wahrnehmen und nutzen müssen“, betonte Drese anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
In Mecklenburg-Vorpommern leben 350.000 Menschen mit Behinderungen. Etwa 215.000 von ihnen sind schwerbehindert.

„Viele dieser Menschen sind leistungsfähig und hoch motiviert. Ich werbe bei Arbeitgebern eindringlich dafür, dass Potenzial dieser Gruppe stärker zu nutzen. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Handicap überproportional hoch, obwohl 80 Prozent eine abgeschlossene Berufsausbildung haben“, so Drese.

Die Ministerin hat dabei vor allem die Arbeitgeber (20 und mehr Beschäftigte) mit sogenannten Pflichtarbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung im Blick. „Sie gilt es davon zu überzeugen, dass nicht die Zahlung der Ausgleichsabgabe, sondern die Einstellung eines motivierten Arbeitslosen mit Behinderung eine Investition in die Zukunft und ein Beitrag zur Teilhabe ist“, verdeutlichte Drese.

Für die Arbeitsintegration stehen nach Angaben von Ministerin Drese vielfältige Beratungs- und Förderangebote auf Landesebene und seitens der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. „So gibt es z.B. finanzielle Förderungen zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen sowie Zuschüsse zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, für technische Arbeitshilfen im Betrieb oder zur Abgeltung außergewöhnlicher Belastungen die mit der Beschäftigung eines schwerbehinderten Menschen verbunden sind“, verdeutlichte Drese.

Mit dem „Budget für Arbeit“ gibt es zudem eine neue Leistung. Drese: „Durch einen Lohnkostenzuschuss bis 75 Prozent für Arbeitgeber und die Finanzierung von Assistenzleistungen wollen wir für Menschen, die heute in betreuten Werkstätten tätig sind, Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen.“

Fachkundige Ansprechpartner für Beschäftigte und Unternehmen zu allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben stehen, sind in Mecklenburg-Vorpommern die Integrationsämter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (http://www.lagus.mv-regierung.de/Soziales/Integrationsamt/).


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