
Aufgrund der guten Erfahrungen wird die Unimedizin auch weiterhin diese ambulante Gruppentherapie anbieten. Dabei geht es nicht um gemeinsames Musizieren und es sind auch keine musikalischen Vorkenntnisse nötig. Die Therapie setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: Beratung, Entspannung und musikalisches Filtertraining. Die Patienten lernen, welche Methoden sie anwenden können, um mit dem störenden Dauergeräusch besser zu leben. Beispielsweise schlägt Körber den Gong, damit die Patienten ihren Ohr-Ton in ein anderes, weniger negativ besetztes Geräusch einbetten können. „Dadurch bringen sie ihren Tinnitus mit sich in Einklang und lernen, ihn ein Stück weit zu kontrollieren“, sagt sie. Außerdem trainiert sie mit den Patienten mit der eigenen Stimme und macht rhythmische Übungen.
Die Therapie findet in einer geschlossenen Gruppe über einen Zeitraum von zehn Wochen statt. Für die Teilnahme ist eine Überweisung von einem niedergelassenen Arzt erforderlich, die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Für die Behandlung von Tinnitus-Patienten arbeitet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie zusammen. Auch mit den Medizinischen Versorgungszentren der Unimedizin sowie Selbsthilfegruppen der Regionen ist Körber vernetzt.











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