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Möllenhagener Firma macht aus Abfall einen begehrten Dämmstoff

7. März 2019

Heute wieder eine Firmen-Erfolgsgeschichte aus der Müritz-Region, die aufhorchen lässt: Styropor ist seit vielen Jahren aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Vor allem als Verpackungsmaterial und als Dämmung wird der aufgeschäumte Kunststoff häufig genutzt. Doch was passiert mit Styropor, wenn man es nicht mehr braucht? Die Möllenhagener Firma Thermowhite NordOst GmbH verwendet den „Abfall“ wieder und hilft somit auch der Umwelt. Vor mehr als sechs Jahren hat Estrichleger  Nico Langhans das Unternehmen gegründet und sich seither nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern einen Namen gemacht.

„Wir nehmen die Styropor-Reste bei uns an, und zwar kostenlos. Dieses Styropor wird dann recycelt, also so zerkleinert, dass nur noch die einzelnen Kugeln vorhanden sind. Daraus produzieren wir wiederum nach einem österreichischen Patent eine neue pumpfähige Dämmung, die in verschiedenen Bereichen – vom Fußboden bis zum Dach – eingesetzt wird“, erläutert der 48-jährige Geschäftsführer gegenüber „Wir sind Müritzer“.

Diese Wiederverwendung ist Umweltschutz in doppeltem Sinne. Zum einen verhindert das Unternehmen, dass das Styropor in der Müllverbrennungsanlage landet und somit Co2 entsteht. Zum anderen wird Styropor aus Erdöl hergestellt, durch die Wiederverwendung auf den Baustellen muss der Kunststoff nicht neu produziert werden, Erdöl wird gespart.

Das Unternehmen aus Möllenhagen mit seinen derzeit fünf Mitarbeitern hat nach Angaben von Geschäftsführer Nico Langhans alleine im vergangenen Jahr etwa 8000 Kubikmeter Styropor recycelt und als neuen Dämmstoff in Umlauf gebracht. Über mangelnde Aufträge kann sich die Firma auch weiterhin nicht beschweren. Zumeist nutzen gewerbliche Kunden das Angebot, insbesondere aus dem Berliner Raum, aber auch viele private Bauherren haben diese Art von Dämmung inzwischen für sich entdeckt.

„Bei uns kommen jeden Tag Privatleute, aber auch Firmen vorbei, die bei uns ihre sauberen, trocken und in Säcken verpackten Styroporreste kostenlos abgeben, wofür sie beiden regionalen Entsorgern viel Geld bezahlen müssen. Alle interessieren sich natürlich dafür, was wir daraus machen und sind von unserer Idee sehr begeistert“, berichtet Nico Langhans.

Die Thermowhite NordOst GmbH ist in Mecklenburg-Vorpommern übrigens die einzige Firma, die Styropor auf diese Art und Weise verarbeitet.

Weitere Informationen unter:  www.thermowhite-nordost.de

 


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