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Motorradfahrer flieht über Rad- und Gehweg vor der Polizei

23. Juni 2020

Als Warens Polizisten heute Nachmittag in Penzlin einen Motorradfahrer kontrollieren wollten, weil an seiner Maschine die Spiegel fehlten und der Fahrer nicht geblinkt hat, wollte er sich aus dem Staub machen. Die Beamten hatten das Anhaltesignale sowie das Blaulicht eingeschaltet, beides ignorierte der Motorradfahrer und flüchtete in Richtung Wulkenzin. Hinter dem Ortsausgang Penzlin in Richtung Neubrandenburg fuhr der Motorradfahrer von der B 192 nach links auf einen parallel verlaufenden Rad- und Gehweg – und zwar mit hoher Geschwindigkeit.

Dabei gefährdete er mehrere Radfahrer und Fußgänger, die ausweichen mussten. Nur einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass niemand verletzt wurde. In der Ortschaft Wulkenzin fuhr der Motorradfahrer bis auf Höhe der dortigen Tennishalle und anschließend weiter über ein Feld bis zur B 192, um dort auf Höhe des Ortsausganges wieder auf die Bundesstraße zu fahren.
Die Funkstreifenbesatzung erkannte das Vorhaben und stoppte das Polizeiauto auf Höhe des Ortsausganges. Dabei fuhr der Motorradfahrer in den Funkstreifenwagen und stürzte.

Der Fahrer, ein 51-jähriger Deutscher aus der Region Penzlin, wurde durch den Sturz nicht verletzt, und auch die Beamten
blieben bei dem Einsatz unverletzt. Am Funkstreifenwagen entstand ein Schaden von 5000 Euro, während das Krad kaum Beschädigungen aufwies.

Bei der anschließenden Unfallaufnahme stellte sich dann auch der Grund der Flucht heraus. Das Motorrad vom Typ Yamaha des 51-jährigen war nicht zugelassen, hatte falsche Kennzeichen, und der Beschuldigte selbst ist nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Die Ermittlungen gegen den Mann wurden unter anderem wegen Urkundenfälschung, Verstoß gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Abgabenordnung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde das Motorrad beschlagnahmt.

Fotos: Felix Gadewolz


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