Unter der Überschrift „Spurensuche – Orte der Gewalt“ ist in Neubrandenburg ein neuer Lehrpfad entstanden. Dieser widmet sich der Geschichte der Torpedoversuchsanstalt (TVA) und des ehemaligen VEB Reparaturwerk Neubrandenburg (RWN). Der Pfad wurde auf dem einstigen Werksgelände am Tollensesee eingerichtet.
Insgesamt gibt es im Stadtgebiet bisher vier dieser Lehrpfade zu den Themen Jüdisches Leben in Neubrandenburg, Zwangsarbeit in der Nordstadt, Lager in Fünfeichen und DDR-Staatssicherheit auf dem Lindenberg.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde 1953 die militärische Nutzung des Werksgeländes wieder aufgenommen, ab 1956 unter der Bezeichnung VEB Reparaturwerk Neubrandenburg. Gegenstand war die Instandsetzung, vorrangig von gepanzerten Fahrzeugen, aber auch anderer Rüstungsgüter für die Nationale Volksarmee der DDR und anderer Staaten des Warschauer Paktes. Mit rund 5000 Beschäftigten war das Werk nicht nur der größte Arbeitgeber der Region, sondern auch das größte seiner Art in Europa.
Eine Infotafel am derzeitigen Dienstgebäude der Stadtverwaltung Lindenstraße 63 gibt auf Deutsch und Englisch einen allgemeinen Überblick zur Entstehung und zur Geschichte beider Werke. Drei weitere Informationsstelen am Seeufer und im Werksgelände zeigen die Nutzungsgeschichte einzelner Bauwerke und historische Hintergründe der TVA und des RWN.
Gefördert wurde die Errichtung des Lehrpfades durch die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern.








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