Sie gehört zu den wichtigen Vorsorgeuntersuchungen – die Mammographie. Doch die ist im Warener Müritz-Klinikum derzeit nicht möglich. Das bestätigte MediClin als Betreiber des Hauses auf Nachfrage von „Wir sind Müritzer“. Als Grund gibt das Unternehmen einen Personalengpass an. „Das bedauern wir sehr. Die Organisation und Vergabe der Screening-Termine erfolgt zentral über die zuständige Zentrale Stelle in Schwerin. Sie ist selbstverständlich informiert, doch aufgrund der sehr kurzfristigen Entwicklung und der Kürze der Zeit war es leider nicht in allen Fällen möglich, bereits vereinbarte Termine rechtzeitig abzusagen. Wir bedauern die dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten ausdrücklich und bitten die betroffenen Patientinnen um Verständnis“, heißt es aus dem Klinikum.
Der Geschäftsführung sei bewusst, dass das Mammographie-Screening ein wichtiges Angebot in der Vorsorge sei. In der Regel handele es sich hierbei um nicht dringliche Untersuchungen, die medizinisch vertretbar verschoben werden könnten. Bis zur Wiederaufnahme des Angebots würden alternative Standorte zur Verfügung stehen. Das nächstgelegene Screening-Zentrum befindet sich in Neubrandenburg. Die Terminvergabe erfolgt auch hier weiterhin über die zentrale Vergabestelle.
„Wichtig ist: Kurative Mammographien finden weiterhin wie gewohnt im MEDICLIN Müritz-Klinikum statt. Das sind bildgebende Untersuchungen, die bei vorhandenen Beschwerden, Auffälligkeiten oder einem konkreten medizinischen Verdacht durchgeführt werden. Sie dienen nicht der allgemeinen Vorsorge, sondern der diagnostischen Abklärung, und sind daher von der aktuellen Einschränkung nicht betroffen“, betont MediClin.
Klinikum sucht mit Hochdruck nach Lösung
Patientinnen, die Fragen zu ihrem Termin haben oder einen Termin verschieben möchten, sollten sich direkt an die Zentrale Stelle, von der sie den Terminvorschlag erhalten haben, wenden Terminvereinbarungen und -verschiebungen könnten ausschließlich durch die Zentralen Stellen vorgenommen werden. Die Kontaktdaten der jeweils zuständigen Zentralen Stelle finden sich im Einladungsschreiben zum Mammographie-Screening oder über die zentrale Informationsplattform des Mammographie-Screening-Programms in Mecklenburg-Vorpommern unter https://www.brustkrebsvorsorge-mv.de/
Im Müritz-Klinikum arbeite man derzeit mit Hochdruck intern an einer nachhaltigen Lösung zur Sicherstellung der personellen Ressourcen und hoffe, den Service zeitnah wieder in Waren anbieten zu können.
Vor zwei Jahren konnten im Klinikum schon einmal keine Mammographie-Untersuchungen durchgeführt werden. Damals lag’s an einem defekten Gerät, wenig später gab’s ein Neues – moderner und fast 300 000 Euro teuer.
Anders als andere Krankheiten macht sich Brustkrebs zumeist nicht durch Schmerzen bemerkbar. Stattdessen können Veränderungen an Brust und Brustwarze sowie Verhärtungen im Brustgewebe und an den Lymphdrüsen im Achselbereich auf eine Erkrankung hindeuten. Deshalb ist es wichtig, dass auch jüngere Frauen einmal im Monat ihre Brust selbst abtasten und regelmäßig zur Vorsorge beim Gynäkologen gehen. Da das Brustkrebsrisiko mit zunehmenden Alter steigt, haben gesetzlich versicherte Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie.










