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Proteste auch in dieser Woche – Mutter schreibt ergreifenden Brief

10. Februar 2015

Sie geben nicht auf und kämpfen unermüdlich weiter: Auch wenn Landrat Heiko Kärger (CDU) bekräftigt hat, dass er trotz der Proteste und des anstehenden Sonderkreistages am Umzug des Sozialamtes nach Neubrandenburg festhält, gehen die Betroffenen auch am kommenden Donnerstag wieder auf die Straße. Dieses Mal soll die Demo allerdings nicht auf dem Neuen Markt stattfinden, sondern am Amtsbrink. Ein entsprechender Antrag ist im Ordnungsamt des Kreises eingegangen.

Unterdessen hat uns ein Brief erreicht, geschrieben von der Mutter eines behinderten Kindes. „Viele mögen vielleicht denken, wir spinnen oder haben uns einfach nur. Denn wie schlimm der Wegzug für betroffene Menschen wirklich ist, kann man kaum in Worte fassen. Ich möchte das einmal versuchen: Für mein Kind muss ich verschiedene Hilfen und Unterstützungen in Anspruch nehmen. Regelmäßig muss ich zum Sozialamt. Da man uns und unseren Fall da schon kennt, geht das meistens reibungslos. Wer kennt uns in Neubrandenburg?

DBei den vielen Bescheinigungen, die wir mitbringen müssen, passiert es schon mal, dass wir was vergessen. Ist aber nicht so schlimm, wir können ja nächsten Tag noch mal wieder kommen, um die Unterlagen nachzureichen. Aber zwei Tage hintereinander die unbequeme Tour mit dem Bus nach Neubrandenburg? Das ist schon für gesunde Menschen anstrengend, für behinderte eine richtige Qual.

Hat vielleicht auch schon mal einer an die Psyche der betroffenen Menschen gedacht? Es ist schon schwer genug, sich zu überwinden, zum Sozialamt zu gehen, nach Neubrandenburg werden viele dann gar nicht mehr fahren. Nicht nur wegen der Strecke, sondern weil es ihnen in der Fremde noch viel schwerer fällt. Aber vielleicht will man gerade das: Dass weniger Menschen Hilfen und Unterstützungen beantragen. So kann man auch sparen. Einfach nur schrecklich!

Ich möchte hier wirklich alle Menschen aufrufen, uns zu helfen, mit zu protestieren und sich nicht von dem Machtgehabe des Landrates einschüchtern zu lassen!“

 


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