
Als mutmaßlicher Haupttäter gilt ein 19-Jähriger, gegen den im April 2023 infolge einer ganzen Reihe von Straftaten bereits ein Untersuchungshaftbefehl erlassen wurde. Ein Haftbefehl wurde auch gegen seinen mitangeklagten 45 Jahre alten Vater erlassen, dieser aber dann wieder „außer Vollzug“ gesetzt. Die Straftaten-Serie hat seitdem aber aufgehört.
So soll sich das gesamte Quartett im Juli 2022 gewaltsam Zutritt zu einer Wohnung in Neubrandenburg verschafft haben. Die dort wohnenden Männer bekamen Tritte, Schläge und Kopfstöße, ermittelte die Polizei. Danach mussten sie zwei Handys, Kopfhörer, ein Paar Herrenschuhe, Uhren und 65 Euro Bargeld herausgeben.
Beide Opfer wurden später nochmal aufgesucht und ihnen „geraten“, ihre Anzeigen lieber wieder zurückzuziehen, was aber wohl nicht gelang. Ein weiteres Opfer wurde mit einem Fahrradschloss misshandelt. Im April 2023, kurz vor der Festnahme, sollen der 19-Jährige und ein Komplize einen nächsten Geschädigten mit einem Teleskopschlagstock bedroht und ihn gezwungen haben, seine Taschen zu entleeren, wobei wieder ein Handy und ein Schlüssel gestohlen wurden.
Als die Beschuldigten nach einem Streit nicht in eine Diskothek gelassen wurden, sollen sie die Wachmänner mit einem Messer und einem abgebrochenem Flaschenhals bedroht haben. Diese riefen die Polizei. Die beiden anderen Beschuldigten, die noch auf freiem Fuß sind und dann auch vor Gericht erscheinen sollen, sind 20 und 19 Jahre alt und kamen ebenfalls aus Syrien. Für den Prozess sind neun Verhandlungstage bis Ende Oktober geplant. Auf Körperverletzung und Raub stehen mehrjährige Freiheitsstrafen. Zur Höhe des Gesamtschadens machte das Landgericht bisher keine Angaben.







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