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Rostock: Weltweit erste Katheterimplantation einer Trikuspidalklappe bei ARVC durchgeführt

Die Universitätsmedizin Rostock hat weltweit erstmals eine neue Herzklappe über einen Katheter bei einem Patienten mit arrhythmogener rechtsventrikulärer Kardiomyopathie (ARVC) eingesetzt. Die arrhythmogene rechtsventrikuläre Kardiomyopathie ist eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung des Herzmuskels, bei der sich vor allem die rechte Herzkammer krankhaft vergrößert, was zur Undichtigkeit der Klappe zwischen dem rechten Vorhof und der rechten Kammer (der sogenannten Trikuspidalklappe) führt und das Risiko für lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen bis hin zum plötzlichen Herztod deutlich steigt. Bei der minimalinvasiven kardiologischen Intervention handelt es sich um einen First-in-Man-Fall, also um die weltweit erste dokumentierte Anwendung dieses neuen medizinischen Verfahrens bei einem Menschen.

„Diese Veröffentlichung ist für uns weit mehr als ein wissenschaftlicher Erfolg. Sie markiert einen Meilenstein in der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit arrhythmogener rechtsventrikulärer Kardiomyopathie“, erklärt Prof. Dr. Hüseyin Ince, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kardiologie der Universitätsmedizin Rostock. ARVC, wie die Erkrankung abgekürzt wird, führt dazu, dass Herzmuskelzellen nach und nach durch Fett- und Bindegewebe ersetzt werden. Dadurch kommt es zu einer Herzschwäche und der Herzrhythmus gerät aus dem Takt. Bisher standen für viele Betroffene mit hochgradiger Undichtigkeit der Trikuspidalklappe nur eingeschränkte therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung.

Wichtiger Impuls für weitere Forschungen

Im nun veröffentlichten Fall, der im European Heart Journal Case Reports publiziert wurde, gelang erstmals eine Transkatheter-Trikuspidalklappenimplantation mit dem System EVOQUE bei einem Patienten mit ARVC. Dabei wird eine neue Herzklappe schonend über ein Kathetersystem bis zum Herzen vorgeschoben und dort eingesetzt, ohne dass eine Operation am offenen Herzen erforderlich ist. Prof. Ince betont: „Was als einzelner, individuell abgewogener Schritt begann, kann der Anfang einer neuen Perspektive für viele Menschen mit ARVC sein – genau dafür forschen und behandeln wir.“ Der Eingriff zeige, dass selbst bei stark veränderten Strukturen der rechten Herzkammer innovative minimalinvasive Therapien möglich sein können. Sein besonderer Respekt und aufrichtiger Dank gelte dem Patienten, der eigens aus einem weiter entfernten Bundesland angereist war und mit großem Vertrauen diese Pionierbehandlung erst möglich gemacht hat.

Ebenso hebt Prof. Ince die interdisziplinäre Zusammenarbeit hervor. Fortschritte dieser Art seien nur durch das Zusammenspiel von Kardiologie, Anästhesiologie, Herzchirurgie und Pflege möglich geworden. „Solche Entwicklungen entstehen dort, wo exzellente klinische Versorgung, wissenschaftliche Neugier und menschliche Verantwortung zusammenkommen“, sagt Prof. Ince und ergänzt, dies seien Werte, „für die die universitäre Medizin in Rostock steht“.

Zugleich ordnet Prof. Ince die Bedeutung des Eingriffs differenziert ein. Als erste Anwendung bei einem Menschen könne der Fall keine allgemeingültigen Therapieempfehlungen liefern, sondern verstehe sich als wichtiger Impuls für weiterführende Forschung. Ziel sei es, durch Registerdaten und klinische Studien systematisch zu prüfen, für welche Patientinnen und Patienten dieses Verfahren künftig geeignet sein könne.

Bildquelle: Universitätsmedizin Rostock

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