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Rund 188 000 Menschen in MV sind schwerbehindert

3. Oktober 2018

187 905 schwerbehinderte Menschen lebten Ende 2017 in Mecklenburg-Vorpommern. Das entspricht einem Anteil von 12 Prozent an der Bevölkerung des Landes. Gegenüber 2015 ist die Zahl der Personen mit Handicap Angaben des Statistischen Amtes zufolge um 4 Prozent angestiegen. Das sind fast 7 100 Personen mehr als zwei Jahre vorher.
Als schwerbehindert gelten Menschen, denen ein Grad der Behinderung von 50 und mehr von den Versorgungsämtern zuerkannt wurde. 21 Prozent der schwerbehinderten Menschen hatten den höchsten Grad der Behinderung von 100. Bei jedem Dritten wurde ein Grad der Behinderung von 50 festgestellt.

Die überwiegende Zahl der Menschen mit Handicap leiden unter körperlichen Beeinträchtigungen. So waren bei mehr als jedem Vierten die inneren Organe bzw. Organsysteme betroffen, bei 14 Prozent die Gliedmaßen in der Funktionsfähigkeit erheblich eingeschränkt und bei weiteren 10 Prozent Wirbelsäule und Rumpf. Auf geistig-seelische Behinderungen entfielen 15 Prozent.

Am stärksten hat sich die Zahl der Personen mit eingeschränkter Funktionsfähigkeit von Wirbelsäule und Rumpf in den beiden zurückliegenden Jahren erhöht, gefolgt von Betroffenen mit geistig-seelischen Behinderungen.

Die Ursachen für eine schwere Behinderung sind überwiegend auf allgemeine Krankheiten zurückzuführen. Das war bei 149 786 Personen oder 80 Prozent der Fall. Innerhalb der vergangenen zwei Jahre haben Krankheiten um mehr als 8 700 Fälle (6 Prozent), erneut am stärksten von allen Behinderungsursachen zugenommen. 5 Prozent der Menschen wurden mit einem Handicap geboren, bei weiteren 2 Prozent sind es durch Unfall oder Berufskrankheiten verursachte Behinderungen. Die übrigen 13 Prozent entfallen auf sonstige, mehrere oder nicht bekannte Ursachen.

Schwere Behinderungen nehmen mit fortschreitendem Alter zu. So war Ende 2017 mehr als die Hälfte der Erkrankten 65 Jahre und älter, 9 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Weitere 47 Prozent gehörten zur Altersgruppe der 18- bis unter 65-Jährigen. Die Zahl der Menschen mit Handicap im erwerbsfähigen Alter blieb im Vergleich zu 2015 nahezu konstant. 2 Prozent der schwerbehinderten Menschen waren minderjährig. Hier nahm der Kreis der Betroffenen um 9 Prozent oder 350 Personen zu.


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