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Schlossberg-Beräumung hat in Neustrelitz begonnen – Krisengespräch im März

24. Februar 2018

In den Streit um den denkmalgeschützten Schlosskeller von Neustrelitz kommt im wahrsten Sinne des Wortes jetzt Bewegung. Wie WsM erfuhr, haben Arbeiter aus Nordbayern in dieser Woche begonnen, die Bäume und Sträucher auf dem Schlossberg zu roden. An der Ausrüstung der Firma ist zudem zu erkennen, dass das Gelände zum Teil auch beräumt werden soll.
Um den Schlosskeller, der als Letztes vom einstigen barocken schloss übrigblieb, gibt es seit Wochen harten Auseinandersetzungen. Eine Gruppe um Ex-Bildungsminister Henry Tesch, Stadtpräsident Christoph Poland und dem Verein Kulturgut hatte die Pläne des Landes scharf kritisiert, das Gelände mit Sand zu verfüllen.

Man befürchte, dass der Müll, der sich im Keller gesammelt hat, erst gar nicht vollständig herausgeholt wird, hieß es. Das Land will die Kellerruine dann mit einem Spezialsand verfüllen., Dieser könne leicht wieder herausgeholt werden, vielleicht mit Saugmaschinen, hieß es. Rund 1,2 Millionen Euro hat das Land zur Verfügung. Das der Sand je wieder herauskommt, das bezweifeln aber viele Neustrelitzer, für die das Schloss eines der wichtigsten Gebäude der Stadtgeschichte war

Der einst barocke Prachtbau war 1945 in Brand geraten und danach auf Geheiß der SED-Machthaber abgerissen worden. Viele Neustrelitzer hoffen auf einen Wiederaufbau, vielleicht wie in Berlin. Deshalb hat das Kultusministerium jetzt zu einem Krisengespräch eingeladen: Am 7. Mai will der Minister mit Stadtvertretern darüber in Schwerin beraten.


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