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Schuppenflechte: Uniklinik Rostock gründet Selbsthilfegruppe

Die Universitätsmedizin Rostock lädt Patienten mit Psoriasis zu einem Gründungstreffen einer Selbsthilfegruppe ein. Psoriasis, allgemein als Schuppenflechte bekannt, ist eine chronische entzündliche Erkrankung, bei der das Immunsystem überaktiv ist und unter anderem Haut, Nägel und weitere Organe betroffen sein können. Im Rahmen einer öffentlichen Fachveranstaltung werden medizinische Hintergründe erläutert, aktuelle Therapieansätze vorgestellt und Möglichkeiten zur Etablierung einer regionalen Selbsthilfegruppe diskutiert. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 28. Januar, von 18 bis 20 Uhr im Hörsaal III der Universitätsmedizin Rostock in der Strempelstraße 13 statt.

Im Zentrum der Veranstaltung steht ein Fachvortrag von Privatdozent Dr. Alexander Thiem, Dermatologe und Oberarzt der Hautklinik der Universitätsmedizin Rostock. PD Dr. Thiem gibt einen Überblick über das Krankheitsbild der Psoriasis und ordnet die Erkrankung als systemische Störung des Immunsystems ein. Dabei erläutert er Ursachen, typische Symptome sowie moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.

Psoriasis betrifft in Deutschland mehr als zwei Millionen Menschen. Häufig zeigen sich äußerlich charakteristische rote, scharf begrenzte Hauteränderungen mit silbriger Schuppung oder Veränderungen an Finger- und Fußnägeln. PD Dr. Thiem verdeutlicht, dass die Erkrankung über sichtbare Hautveränderungen hinausgeht, da entzündliche Prozesse den gesamten Organismus betreffen können. Diese Prozesse können unter anderem Gelenke, Herz-Kreislauf-System, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Augen oder die psychische Gesundheit beeinflussen.

Im Anschluss an den Vortrag erhalten die Teilnehmer Informationen über den Deutschen Psoriasis Bund und über mögliche Strukturen einer Selbsthilfegruppe in Rostock. Dabei wird erläutert, wie Selbsthilfeangebote zur Bewältigung einer chronischen Erkrankung beitragen können und welche Formen der Unterstützung denkbar sind. Zugleich wird betont, dass die Teilnahme an der Veranstaltung keine Verpflichtung zur Mitarbeit in einer Gruppe darstellt.

Foto: Universitätsmedizin Rostock

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