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Sind Ringguths Tage als Landtagsabgeordneter gezählt?

22. August 2015

Wenn im kommenden Jahr ein neuer Landtag gewählt wird, geht vielleicht nicht nur die langjährige Politik-Ära des CDU-Mannes Jürgen Seidel zu Ende. Auch die politische Zukunft des Rechliner CDU-Landtagsabgeordneten Wolf-Dieter Ringguth steht in den Sternen. Doch während sich Seidel aus Altersgründen selbst zurückzieht, möchte Ringguth gerne weiter machen. Ob man ihn jedoch lässt, entscheidet sich in wenigen Tagen. Denn es gibt in den CDU-Reihen einen zweiten, aussichtsreichen Bewerber.

RingDass Wolf-Dieter Ringguth (Foto links) in den vergangenen Jahren viele Sympathien verspielt hat – sowohl in seiner eigenen Partei als auch in der Bevölkerung – ist kein Geheimnis. Das letzte Wahlergebnis war eine Riesen-Schlappe für den Mann, der nach der Wende zunächst sieben Jahre für die SPD Politik machte. Doch wie das mit den Partei-Posten häufig so ist: Trotz mieser Prozentzahl sitzt der Rechliner weiterhin auf dem lukrativen Job-Sessel des parlamentarischen Geschäftsführers in der CDU-Landtagsfraktion.

Sein Ansehen in der Müritz-Region hat sich seither allerdings nicht verbessert. Vor allem eines nehmen ihm die Müritzer übel: Sein Verhalten, als es um die Kreisgebietsreform ging. Denn obwohl seine eigene Partei an der Müritz gegen diese Reform war, stimmte er – wie Jürgen Seidel übrigens auch – dafür. Wohl in der Hoffnung, dass der Wähler vergisst. Hat er aber nicht.

Auch in seinem Dorf Rechlin, in dem Ringguth „nebenher“ als Bürgermeister fungiert, scheiden sich an seiner Person und seinem Handeln seit langem die Geister. Regieren nach Gutsherrenart sagen ihm die Einwohner nach.

Am 1. September sollen die CDU-Mitglieder des Wahlkreises an der Müritz entscheiden, wen sie ins Rennen um das Landtagsmandat schicken. Und da wird es einen Kandidaten geben, der dem 57-Jährigen „Platzhirsch“ richtig gefährlich werden kann: Thomas Diener, Landwirt aus Lehsten und seit mehr als zehn Jahren auf der kommunalpolitischen Bühne. Seit der letzten Kommunalwahl ist Diener Kreistagspräsident und gilt nicht nur in dieser Position als besonnen und ausgleichend. Parteiübergreifend übrigens.

„Ja, ich möchte gerne kandidieren und würde mich freuen, wenn sich die Mitglieder meiner Partei am 1. September für mich entscheiden“, bestätigte der 52-jährige Landwirt gegenüber „Wir sind Müritzer“.

Ihm sei es sehr wichtig, dass die CDU als Volkspartei endlich auch wieder als solche auftrete und wahrgenommen werde und dass man in Schwerin aufhorcht, wenn’s um die Müritz-Region geht. „Dabei muss man allerdings alle Leute mitnehmen und nicht von oben herab Entscheidungen treffen“, so Diener im Gespräch. Ideen, wie er das anpacken möchte, hat er viele. Doch zunächst muss er am 1. September die erste, wichtige Hürde auf dem Weg in den Landtag nehmen. Seine Chancen stehen gut.

Foto unten: Ist er der neue Kandidat der Müritz-CDU für die kommende Landtagswahl? Kreistagspräsident Thomas Diener will es wissen.

Diener

 


Eine Antwort zu “Sind Ringguths Tage als Landtagsabgeordneter gezählt?”

  1. oscar sagt:

    Endlich kommt Bewegung in dieses starre,veralterte CDU Kreissystem.Vielleicht wird jetzt endlich einmal ein Kandidat ins Rennen geschickt, der auch die Intressen der Wähler vertritt,im Gegensatz zu den Herren Seidel und Ringguth.Diese beiden Herren haben in den letzten Jahren mit ihrem Abstimmungsverhalten im Landtag genug ¨Schaden¨für uns Bürger angerichtet!
    Bürgerpolitik ist mehr, als an Festlichkeiten teilnehmen und Bändchen durchschneiden. Meine Stimme für Herrn Diener.

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