
In Waren soll eine Kürbiswelt entstehen. Und dabei dürfen sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene mitmachen. Die Idee stammt von Stadtpräsident Toralf Schnur. Aber er hatte nicht nur die Idee, sondern kümmerte sich in den vergangenen Wochen auch um die Organisation. Der Landwirtschaftsbetrieb Raabe hat für das Projekt ein großes Feld am Tiefwarensee zur Verfügung gestellt, die Unternehmer Eric Kalke und Stefan Durke von der D&K Entwicklungs GmbH zäunen das gesamte Areal ein, um die Pflanzen vor Wildtieren zu schützen, und auch die Müritz-Sparkasse ist mit im Boot. Zahlreiche Kinder und Jugendliche sind schon mit dabei.
Und so soll das Ganze laufen:
Mitte-Ende März werden die Teilnehmer zunächst in den Horten, Kindergärten und Jugendclubs damit beginnen, gemeinsam ihre individuellen Schilder mit ihren Namen herzustellen. „Anschließend werden wir Ende März gemeinsam mit dem Gartencenter Bergmann allen Kindern und Jugendlichen die Pflanzerde und die entsprechende Pflanzsschalen zur Verfügung stellen, damit sie ihre eigenen Kürbispflanzen aus dem Samen selber ziehen zu können. Mitte bis Ende April, je nachdem, wann die Keimlinge es geschafft haben, wollen wir mit den Kindern zum Feld am Tiefwarensee fahren und dort die kleinen Kürbispflanzen einpflanzen. Ein tolles Event wird dann vor Ort auf unserem Kürbisfeld starten. Ich freue mich schon sehr darauf“, so Toralf Schnur gegenüber „Wir sind Müritzer“.
Das Kürbisfeld werde bis dahin bereits perfekt vorbereitet sein, so dass die Pflanzen in die Erde können. Es gibt drei Felder: „Bunte Welt der Kürbisse“, „Feld der Giganten“ sowie das „Kinder-Kürbisfeld“. Das Projekt sei darauf angelegt, dass die Kinder und Jugendlichen die Hege und Pflege selber erledigen und dabei lernen, dass sie unmittelbar Verantwortung für „ihre“ Pflanze übernehmen.
„Tatsächlich glaube ich daran, dass auch die Warener Bevölkerung insgesamt etwas Spaß am Wachsen und an dem Projekt haben kann, deshalb haben wir uns überlegt, ein Feld mit völlig unterschiedlichen Kürbisarten zu bestellen, um die Vielfalt dieser Pflanzen erlebbar darzustellen und vielleicht auch ein paar schöne Fruchtkörper wachsen zu sehen, die noch nicht jeder kennt“, sagt der Stadtpräsident.
Das ultimative Highlight sei das Feld der Giganten, auf dem Riesen-Kürbisse, auch als „Atlantic Giant“, bekannt, wachsen sollen. Auch dort können und sollen die Warener teilhaben. „Natürlich haben wir große Hoffnung, dass alles gelingt und die gesamte Stadt viel Freude am Wachsen der Kürbisse entwickeln kann. Wir fangen erst einmal an und entwickeln uns hoffentlich über die Jahre.“
Falls noch jemand mit seiner Kita, seiner Einrichtung, seinem Verein oder seiner Organisation ebenso Lust hat, mitzumachen, kann sich einfach beim Stadtpräsidenten melden, dann gibt es unkompliziert alles, was man braucht. Einige hundert Teilnehmer sind schon mit von der Partie.
Aber wie kommt man auf so eine Idee? „Kürbisse faszinieren mich schon länger. Vielleicht ist es eine Art Männertraum, aber ich finde diese Riesen-Kürbisse total spannend und wollte natürlich den Größten haben. Gleichzeitig ist es bemerkenswert, was man alles aus dieser Frucht machen kann, so entwickelte sich diese Idee zunehmend“, erklärt Toralf Schnur und kündigt an, dass es im Herbst ein großes Erntefest geben soll.












