
Nach Informationen von „Wir sind Müritzer“, hatte der 56 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Rostock in der Vergangenheit mehrere Partnerschaften. Aus zwei Beziehungen stammten bereits mehrere leibliche Kinder. Zu der 33-jährigen Frau aus Neubrandenburg, die sich an jenem Tag mit einem Baby bei ihrer Mutter aufhielt, hatte der Beschuldigte wohl auch längere Zeit eine Beziehung. Nun sollte er die Vaterschaft für das zu dieser Zeit elf Monate alte Baby anerkennen – das wollte der Mann offensichtlich nicht.
Der Streit soll derart eskaliert sein, dass der 56-jährige die Mutter und deren Tochter erst geschlagen und misshandelt hat. Danach habe er die 33-jährige Ex-Freundin in der Wohnung in Brand gesetzt. Der Mann floh, wurde aber auf dem Treppenflur als Vermummter dabei gesehen.
Die Nachbarn, die den lautstarken Streit mitbekamen, holten das Kleinkind aus der Wohnung. Die Mutter begann, ihre Tochter zu löschen, die Feuerwehr konnte letztlich helfen.
In der Folge kamen die Oma und ihr Enkel in eine Klinik in der Nähe, konnten aber nach kurzer Zeit wieder entlassen werden. Die 33-Jährige musste länger in einer Brand-Spezialklinik in Berlin bleiben, die sie inzwischen aber auch wieder verlassen konnte. Sie hatte Verbrennungen dritten Grades erlitten und wird vor Gericht sicher als Zeugin und Geschädigte aussagen.
Dem Polizisten kamen die Ermittler sehr schnell auf die Spur. Er ließ sich schon wenige Stunden später ohne Widerstand an seinem Wohnort bei Rostock festnehmen und ist seither in Untersuchungshaft. Was er sich bei dem Ganzen gedacht hatte, hat er bisher für sich behalten. Die nächste Chance, sich dazu zu äußern, wird die Verhandlung am Landgericht sein.







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