Suche nach vermisster Schlauchbootfahrerin

28. Juli 2018

Das ist zum Glück gut ausgegangen. Rettungskräfte haben in der letzten Nacht nach einer vermissten Bootsfahrerin gesucht und sie nach einer Stunde völlig erschöpft, aber wohlbehalten gefunden.

Gegen 23 Uhr erhielt die Wasserschutzpolizei Waren den Hinweis, dass die 29-jährige Frau allein mit ihrem Schlauchboot auf dem Kölpinsee unterwegs ist und mittlerweile vermisst wird.

Die Vermisste soll um 19 Uhr auf dem Jabeler See gestartet sein und wurde bereits um 21 Uhr auf dem Kölpinsee Höhe Grabenitz erwartet. Dort ist sie jedoch bis zum Anrufzeitpunkt nicht angekommen. Ein Telefongespräch, das die Hinweisgeberin mit der Vermissten führte, wurde plötzlich unterbrochen.

Es wurde sofort die Rettungskette ausgelöst und alle in der Region verfügbaren Einsatzkräfte alarmiert. Bei diesem Rettungseinsatz waren wasserseitig ein Dienstboot der
Wasserschutzpolizei Waren, zwei Boote der Freiwilligen Feuerwehr Waren, ein Boot der Wasserrettung sowie ein Polizeihubschrauber und landseitig ein Funkstreifenwagen des Polizeireviers Röbel im Einsatz.

Nach einer genauen Zielzuweisung aller Rettungskräfte und Berücksichtigung der Windverhältnisse begann um 23.30 Uhr die Suche vor Ort, die später ausgeweitet wurde. Die völlige Dunkelheit erschwerte die wasserseitigen Suchmaßnahmen. Um 0.30 Uhr wurde die orientierungslose Frau wohlbehalten, aber völlig erschöpft durch die Funkstreifenbesatzung des Polizeireviers Röbel in direkter Ufernähe mittels Wärmebildkamera gesichtet und durch Lichtzeichen an Land gelotst. Die sehr gute Zusammenarbeit und Kommunikation aller Einsatzkräfte miteinander hat maßgeblich zu diesem Erfolg beigetragen.

Die Wasserschutzpolizei Waren appelliert insbesondere an ortsunkundige Sportbootführer, alle Routen vor Fahrtantritt genauestens zu planen, die Witterungsbedingungen zu berücksichtigen und möglichst stets mit mehreren Personen an Bord zu starten.

Bei Orientierungsverlust auf See ist das Ankern eine gute Möglichkeit, um ausreichend Zeit und Ruhe für die Situation zu erhalten.

In der Müritzregion ist die Wasserschutzpolizei Ansprechpartner für Notfälle auf den Gewässern, Telefonnummer 03991/74730.


Eine Antwort zu “Suche nach vermisster Schlauchbootfahrerin”

  1. WRN sagt:

    Ist ja noch mal gut gegangenen , aber wegen solchen Leichtsinn mussten die freiwilligen Helfer ausrücken. Wie kann man bei so einen Wellengang mit einem Paddel – oder Schlauchboot auf der Müritz oder Kölpinsee unterwegs sein. Wir waren gestern selber mit Boot auf Müritz und Kölpin unterwegs und haben miterlebt wie Paddelbootfahrer zu kämpfen hatten. Einen hätten wir beinah retten müssen, weil er gegen den starken Ostwind, mit den dementsprechenden Wellen, nicht mehr gegen an kam. Er schaffte es aber selber(Höhe Kamerun) an Land .

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