
Die Stadt Waren bringt auch in diesem Jahr wieder Nistkästen an verschiedenen Standorten an. Die Maßnahme wird durch das Sachgebiet Umwelt/ Forsten/Friedhof organisiert und gemeinsam mit Mitarbeitern des Stadtbauhofs umgesetzt. Insgesamt installieren sie 13 Nisthilfen. Standorte sind unter
anderem der Park am Heerensee, der Mühlenberg, der Bungenberg sowie das Verwaltungsgebäude der Stadt. Für die Standorte wurden unterschiedliche Kastenmodelle ausgewählt, die speziell auf verschiedene Vogelarten wie Blaumeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber und Stare sowie Fledermäuse
zugeschnitten sind.
Natürliche Baumhöhlen, die vielen Vögeln als Brutplatz dienen, sind zunehmend selten. Künstliche Nisthilfen können daher einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Unterstützung der lokalen Populationen leisten.
„Mit den Nistkästen schaffen wir zusätzliche Brut- und Rückzugsräume für verschiedene Vogelarten und Fledermäuse im Stadtgebiet. Gleichzeitig möchten wir das Bewusstsein für den Schutz unserer heimischen Tierwelt stärken“, sagt Annika Anders, Sachbearbeiterin Umwelt der Stadt. Beim Anbringen der Kästen sind einige grundlegende Vorgaben zu beachten. Die Nisthilfen sollten in einer Höhe von mindestens drei Metern montiert werden. Zudem sollte die Einflugöffnung nach Osten oder Südosten ausgerichtet sein.
Wichtig ist außerdem ein freier Anflug, insbesondere bei Fledermauskästen. Als besonders geeignet gilt Holzbeton, da dieses Material stabil und langlebig ist. Auch Holzkästen können verwendet werden, müssen jedoch regelmäßig kontrolliert werden. Um Krankheiten vorzubeugen, empfiehlt sich eine Reinigung der Nistkästen nach der Brutzeit im Herbst. Ebenso wichtig ist ein naturnah gestaltetes Umfeld mit ausreichend Nahrungs- und Deckungsmöglichkeiten, beispielsweise durch Kräuterflächen, Heckenstrukturen oder Blumenwiesen.
Auch private Grundstückseigentümer können einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, indem sie Nisthilfen im eigenen Garten anbringen. Diese sollten vorzugsweise bereits im Herbst oder Winter installiert werden, damit sie von Vögeln auch als Winterquartier genutzt werden können. Spätestens bis Mitte März sollten die Kästen hängen, bevor viele Arten ihre Reviere besetzen.
Für Fragen rund um das Anbringen von Nisthilfen steht das Sachgebiet Umwelt/Forsten/Friedhof der Stadtverwaltung beratend zur Verfügung. Darüber hinaus plant die Stadtverwaltung zur kommenden Brutsaison, gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen – unter anderem mit der Jugendfeuerwehr Waren – Nistkästen zu bauen und aufzuhängen. Ziel sei es, bereits früh Wissen über Artenvielfalt, Natur- und Artenschutz zu vermitteln.
Foto: Stadt Waren (Müritz)






