
An der derzeit gesperrten Herrenseebrücke in Waren sind in den vergangenen Wochen weitere umfangreiche Untersuchungen durchgeführt worden, und zwar mit dem Ziel, den Zustand der Spannglieder und des Bauwerks detaillierter zu bewerten und eine belastbare Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen zu schaffen. Im Rahmen der jüngsten Untersuchungen wurden laut Mitteilung aus der Stadtverwaltung aus einzelnen Spanngliedern Materialproben entnommen, um diese ebenso wie Betonproben in spezialisierten Laboren zu analysieren. Ergänzend fanden mehrere Prüfverfahren direkt am Bauwerk statt.
Dazu gehörten unter anderem Sichtprüfungen, Magnetpulver-Prüfungen, Rückdehnungsmessungen sowie Untersuchungen mittels Schallemissionsdetektion. Der genaue Schädigungsgrad der Spannglieder kann auf Grundlage der bislang vorliegenden Ergebnisse noch nicht zuverlässig beurteilt werden.
Aus diesem Grund werden derzeit weitere diagnostische und rechnerische Untersuchungen durchgeführt. Ziel ist eine umfassende Bewertung der
Gesamtsituation, die als Grundlage für die weiteren Entscheidungen zum Umgang mit dem Bauwerk dienen soll. In diesem Zusammenhang wird auch die Möglichkeit eines Belastungsversuchs geprüft. Durch einen solchen Versuch kann die Tragfähigkeit eines Bauwerks unter kontrollierten Bedingungen
experimentell näher bestimmt werden.
Parallel zu den technischen Untersuchungen arbeiten die Stadt Waren und das Straßenbauamt Neustrelitz eng zusammen, um mögliche weitere Schritte vorzubereiten. Die Stadtverwaltung will über weitere Ergebnisse und die daraus abzuleitenden Maßnahmen informieren, sobald belastbare Erkenntnisse aus den laufenden Untersuchungen vorliegen.







