Große Auszeichnung für den ehemaligen Inhaber und Geschäftsführer der Möwe Teigwaren GmbH: Wolfgang Sengewisch ist gestern als Unternehmer des Jahres 2024 in Mecklenburg-Vorpommern geehrt worden. Und zwar in der Kategorie „Unternehmerpersönlichkeit“. „Die Möwe Teigwarenwerk GmbH kann auf eine lange Tradition zurückblicken, die bis in das Jahr 1952 zurückreicht. Die an der Müritz hergestellten Nudeln und somit auch die Möwe Teigwarenwerk GmbH erlangten nicht nur in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad. Wolfgang Sengewisch hat das Traditionsunternehmen jahrelang als geschäftsführender Gesellschafter erfolgreich geprägt. Inzwischen wird die Erfolgsgeschichte von Mirko Bröcker fortgesetzt, der die Leitung des Betriebes im Rahmen der Unternehmensnachfolge übernommen hat“, heißt es in der Begründung der Jury.
Mit der erfolgreichen Übernahme der Möwe durch den Mecklenburger Bröcker Ende vergangenen Jahres haben die 45 Beschäftigten der Traditionsfirma eine Zukunft und damit auch die beliebten Nudeln. Vorgeschlagen wurde Wolfgang Sengewisch für den Preis von der Stadt Waren. Die hatte ihn vor kurzem bereits mit dem Wirtschaftspreis geehrt. Klar, dass es sich Bürgermeister Norbert Möller nicht nehmen lassen hat, bei der gestrigen Ehrung des 70-Jährigen in Rostock mit dabei zu sein.

Insgesamt sind kürzere Nudelformen, wie Spiralen, Wickli und Penne, inzwischen mehr gefragt als „Langwaren“, wie Spaghetti oder Makkaroni, sagte Sengewisch vor der Übergabe seines Unternehmens. Die Nudeln aus der Müritz-Region werden vor allem dank der Handelspartner für den deutschen und den europäischen Markt geliefert.
Wolfgang Sengewisch war im Oktober 1989 aus dem Süden mit seiner jungen Familie an die Müritz gekommen. Der studierte Kraftfahrzeugingenieur wurde damals Technischer Leiter bei der Möwe, seine Familie hatte ein Boot an der Müritz liegen. Er brachte die Möwe, die zu DDR-Zeit ein Leitbetrieb mit zwei, später geschlossenen Betriebsteilen in Gadebusch und Zwenkau war, gut durch die Treuhandzeit. Mit Helfern bewahrte Sengewisch die Firma 1999 und 2011 zweimal vor der drohenden Schließung. Zuletzt hatte er sie selbst übernommen und zum „nördlichsten Teigwarenhersteller in Deutschlands“ gemacht.












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