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Warens FDP will endlich eine Schwimmhalle und setzt auf einen Schulcampus für die Müritzstadt

18. Februar 2019

Die Warener FDP geht bei der bevorstehenden Kommunalwahl mit 19 Kandidaten ins Rennen. Das bestätigte Toralf Schnur gegenüber „Wir sind Müritzer“. Er selbst steht natürlich auch auf den Wählerlisten. „Ich hoffe, dass wir genügend Stimmen bekommen, um mehr ausrichten zu können als bisher. Wir haben auch in den vergangenen Jahren trotz der Stimm-Macht von CDU und SPD nie aufgesteckt, möchten aber mehr Einfluss haben“, so Toralf Schnur.
Sollte es für die Liberalen mehr Einfluss geben, möchten sie zu allererst versuchen, das Projekt „Aqua Regia Park“ zu stoppen. Denn das Hickhack um dieses Projekt, so der FDP-Mann, sei nur noch peinlich und bringe die Stadt kein Stück weiter. Stattdessen wollen die Liberalen alles daran setzen, dass Waren endlich eine Schwimmhalle bekommt.

„Wir haben ja schon mit verschiedenen Mittel versucht, eine Schwimmhalle auf den Weg zu bringen, sind aber vor allem von CDU und SPD immer wieder ausgebremst worden. Dabei ist es absolut unverständlich, dass ausgerechnet die größte Stadt an der Müritz keine Möglichkeit bietet, dass Kinder unabhängig vom Wetter schwimmen lernen oder dass vielleicht auch kleine Schwimmtalente gefördert werden“, so Schnur.

Auch ein anderes Thema haben sich die Warener Liberalen auf die Wahl-Fahnen geschrieben: Warens Schulen müssen umgebaut, saniert und erweitert werden, um den Anforderungen zu entsprechen. Doch das wäre nach Meinung der FDP alles nur Flickschusterei. Deshalb plädiert auch die FDP für einen Schulcampus, der nach einer ersten Schätzung allerdings mit rund 50 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Doch Toralf Schnur geht in dieser Hinsicht ganz bewusst gegen die öffentlich geäußerte Bermerkung von Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) vor. Der hat nämlich gesagt, dass es mit ihm keinen Schulcampus für 50 Millionen Euro geben wird. „Macht nichts“, kontert Schnur, „dann eben ohne ihn.“

Ein geeigneter Standort sei das Gelände der ehemaligen Fleischwirtschaft, und auch die Finanzierung müsse man im Sinne der Kinder auf die Reihe bekommen. Wie es geht, macht beispielsweise Anklam vor. Diese Stadt will ebenfalls einen neuen Schulcampus und hat dafür rund 90 Prozent Fördermittel an Land gezogen. „Und das soll in Waren nicht klappen“, fragt Toralf Schnur. „Bei uns scheint alles nicht zu funktionieren, weder ein Schwimmhallenbau noch neue, moderne Schulen für unsere Kinder. Die Stadtführung hat einfach keine Visionen.“

Zu den Kandidaten, die für Warens FDP antreten und auf den Stimmzetteln zu finden sind, zählen unter anderem auch Hotelier Tony Dreier, Unternehmer Steffen Schulz, Jürgen Brandt, bekannt als Organisator des Müritzfestes, Optiker Daniel Niebuhr, Jens Becker, die Unternehmer Rainer Fiedler, Andreas Strubelt und Karsten Weiske, Norbert Bluhm, Peter Sohr, Max Dräger, Ralf Wischalla und Michael Weber.


8 Antworten zu “Warens FDP will endlich eine Schwimmhalle und setzt auf einen Schulcampus für die Müritzstadt”

  1. Sebastian sagt:

    In 2 Nachbarstädten (Röbel, Neubrandenburg) und 2 Gemeinden (Göhren-Lebbin, Linstow) sind Schwimmhallen in die Warener ohne größeren aufwand baden gehen können. Eine 5 Schwimmhalle wäre absolut übertrieben. Waren muss nicht alles haben

    • Anton Nuemus sagt:

      Dann kannman den Schulcampus auch sparen. In Nachbargemeinden- und Städten gibt es doch Schulen und Kitas. Da können doch die Kinder lernen. Jobchancen in MV sind ja eh gering und dann sparen wir das Geld doch für die potenziellen Klagen für den Aqua Regio Park.

      Spaß beiseite. Eine Stadt muss doch ihren Bürgern ermöglichen zeitnah in ein Schwimmbad zu gelangen. Es geht ja nicht um das wöchentliche Bad am Freitag sondern um Sport, Ausgleich, Entspannung und einfach nur die Fähigkeit sich über Wasser halten zu können. Oder um besseres Lernen für eine Chance in zukunftsorientierten Berufen.

  2. Claudia sagt:

    @ Sebastian
    …sagt der derjenige, der ein Auto hat und scheinbar unglaublich viel Zeit.
    Alle aufgezählten Städte und Gemeinden erreicht man nicht unter 30 Minuten (eine Fahrt wohlgemerkt, zurück nicht eingerechnet). Und jetzt möchte ich mal jemanden sehen, der es unter der Woche schafft bei 40 Stunden Arbeit, sein Kind noch ein oder zwei Mal pro Woche da hinzukarren. Mal ganz abgesehen vom SchwimmUNTERRICHT von der Schule aus. Das ist eine ganze Stunde, die einem schon durch das Fahren verloren geht.
    Es geht hier nicht um das „Baden gehen“, sondern um das Schwimmen (lernen) und sportliche Schwimmen! Das sollte bei Kindern ohne großen Aufwand gefördert werden können!

  3. W.S. sagt:

    Ich bin ja fast ein Fan von Herrn Schnur, aber ein Schulcampus für 50 Millionen Euro und eine Schwimmhalle für weitere zig Millionen Euro (plus sehr hohe Unterhaltskosten) und dann nur für ein halbes Jahr intensiver Nutzung sind meiner Meinung nach Projekte für reiche Städte.
    Waren ist aber keine reiche Stadt.

    Mit den Fördermitteln ist natürlich wieder typisch.
    Als wenn die vom Himmel fallen.
    Das sind auch alles Gelder, die wir in Form von Steuern bezahlt haben und jetzt das Land verteilt. Dann aber bitte sinnvoll verteilen und bestehende Schulen renovieren/umbauen für viel weniger Steuergeld.

    Und bei der Fleischwirtschaft kann man auch Wohnunen bauen.
    Da gibt es sogar schon Pläne und Investoren.

  4. Franka Ponto sagt:

    Wir haben früher in der Müritz das Schwimmen gelernt. Auch der Sportunterricht (Schwimmen) fand am Volksbad statt. Warum ist das heute nicht mehr möglich? Das DRK veranstaltet auch seine Schwimmkurse dort.

    • Simon Simson sagt:

      Franka Ponte,
      ich würde Ihnen recht geben, wenn wir in schlechten Zeiten leben würden. Nun ist es aber so:
      Der Hafen wurde zur Freude der motorisierten Wassersportler für 9 Millionen ausgebaut und die Verlängerung der Steinmole darf nochmal so viel kosten, damit der Hafen statt der Fahrgastschiffe noch mehr Privatboote aufnehmen kann. Neben- und Anwohnerstraßen werden überall und ununterbrochen für viele Millionen saniert. Der Streckenausbau zwischen Neustrelitz und Rostock darf den Bund 36 Steuermillionen kosten, wird aber wohl mehr. Einen erklecklichen Teil davon wird der Umbau unseres Bahnhofs verschlingen. Die Stadt finanziert, lobenswert, mit 4,4 Millionen Rampen und Aufzüge, weil der Tunnel nicht nur der Anbindung des Mittelbahnsteigs, sondern auch einer zweiten, bequemen Verbindung Zentrum-Nordstadt dienen soll. Dass erst durch die Bahntrasse die Stadt zerschnitten wurde, wird dabei zwar geflissentlich unterschlagen, aber das ist nur juristisch zu klären. So oder so: Die Stadt gibt Geld mit vollen Händen aus.
      Nur wenn es um eine Schwimmhalle geht, dann dürfen wir und unsere Kinder, solange sich kein Privatinvestor findet, nach Röbel fahren oder auf den Sommer warten, der nicht immer so lang und warm ist, wie im Vorjahr. Und so vergeht eine Kindheit nach der anderen mit dem blamablen Versprechen nach einem mit aqua-regia gefüllten Pool.

      • Schwalbe sagt:

        Aber dann bitte nicht meckern, wenn im nächsten Jahr weniger Netto vom Brutto übrig bleibt.
        Auch dann nicht meckern, wenn Abgaben an die Stadt steigen (Abwasser, Parken, Grundsteuer).

        Und erst recht nicht meckern, wenn eine Planschstunde im stadteigenen Schwimmbad 6,00 Euro kostet.

        Die schönen Beispiele der unnötigen Geldverschwendungen sind übrigens kein Rechtfertigungsgrund für eine weitere Geldverschwendung.

  5. Schulz sagt:

    Also im ganzen möchte ich mal dazu meine Anmerkung machen in der Sache ,, Schwimmhalle in Waren“!
    Wir brauchen erst recht in Waren eine Schwimmhalle um unsere Kinder das Schwimmen zu erlernen!
    Manche schreiben o.g. Text das man auch am Volksbad das Schwimmen erlernen könnte.
    So ist ja keine schlechte Idee, aber die Müritz / Volksbad ist für Nichtschwimmer absolut nicht übersehbar für richtige Schwimmer schon. In einer Schwimmhalle wäre durch einen Rettungsschwimmer mehr übersichtlich von Nichtschwimmer! Desweiteren ist es verständlich wenn manche behaupten das man auch nach Röbel oder eben nach Göhren – Lebbin fahren um das Schwimmen dort zu erlernen, nun aber die andere Seite der Medalie wer hat den erstens das Zeit dorthin in der Arbeitswoche hinzufahren, zweitens wer soll bitteschön die Eintritt – Kosten bezahlen ob in Röbel oder in Göhren – Leppin & drittens wäre doch das beste wenn direkt vor der Haustür für Warner eine eigene Schwimmhalle vor Ort wäre.
    Und zum Schluss das es angeblich eine Geldverschwendung wäre für die Stadt Waren , ist absolut nicht nachvollziehbar Woanders wird durch unsere Stadtvertreter das Steuergeld rausgeschmissen als Beispiel Tauchglocke Riga Park ( Investor Schmidt) & andere Sachen..

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