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Widerstand gegen Polizeibeamte in Röbel

10. Juli 2020

Gestern Abend gegen 23 Uhr hat eine 18-Jährige der Polizei mitgeteilt, dass sie und ihre 15-jährige Freundin im Bereich des Röbeler Stadtgartens von einem Mann verfolgt werden. Die Röbeler Beamten haben daraufhin die Gegend abgesucht und einen Mann, auf den die Personenbeschreibung zutraf, festgestellt und überprüft. Es handelte sich um einen alkoholisierten 31-jährigen deutschen Mann, der sich angeblich nach dem nächsten Bus erkundigen wollte, um seinen Heimweg in eine 50 Kilometer entfernte Rehabilitationseinrichtung fortzusetzen.

Strafbare Handlungen gegenüber den Mädchen konnten nicht festgestellt werden. Um dem Mann zu helfen und einen Transport in die Rehaklinik zu organisieren, wollte dieser die Beamten in das Polizeirevier Röbel begleiten.

Zum Zweck der Eigensicherung sollte er jedoch vor dem Transport im Funkstreifenwagen durchsucht werden, was ihm auch angekündigt wurde. Noch vor der Durchsuchung äußerte der Mann, dass er Marihuana bei sich hat und die Beamten dieses nicht kriegen.

Daraufhin nahm er sein Portemonnaie aus der Kleidung, zog daraus ein Plastiktütchen mit Betäubungsmitteln heraus und steckte sich den Inhalt des Tütchens schnell in den Mund. Die Beamten haben die Handlung sofort unterbunden, dennoch ist es dem Beschuldigten gelungen einen Teil des Betäubungsmittels zu schlucken.

Da der er versuchte, sich loszureißen und zu fliehen, mussten ihn die Beamten zu Boden bringen. Am Boden liegend schlug der Mann um sich, so dass ihm zusätzlich die Handfesseln angelegt werden mussten Verletzt wurde bei der Handlung niemand. Im Anschluss wurde der 31-Jährigen in Gewahrsam genommen. Das Plastiktütchen und die übrig gebliebenen Betäubungsmittel wurden sichergestellt.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,2 Promille. Da der Beschuldigte im Verlauf des Gewahrsams über Übelkeit klagte und er sich mehrfach übergeben musste, wurde ein Rettungswagen alarmiert. Der brachte ihn ins Klinikum nach Waren.Die Beamten haben ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln gegen den 31-Jährigen eingeleitet.


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