Geht die Müritz-Sail unter?

9. August 2013

Waren (AG). Die Zukunft der Müritz-Sail ist weiter ungewiss. In dieser Woche haben sich zwei städtische Ausschüsse mit der Verlängerung des Vertrages mit dem bisherigen Veranstalter beschäftigt. Beide wollten den von der Verwaltung vorgelegten Vertrag allerdings nicht absegnen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es Diskussionen zur Müritz-Sail gegeben, vor allem, was die finanziellen Leistungen der Stadt angeht. Seinerzeit verlängerten die Abgeordneten den Vertrag mit dem Veranstalter um ein Jahr. In der neuen Vereinbarung soll es um weitere fünf Jahre gehen. Allerdings fordern die Stadtvertreter ein Gesamtfinanzierungskonzept, etliche Volksvertreter wollen die finanzielle Unterstützung der Stadt komplett zurückschrauben.

So gibt Waren bislang einen Zuschuss für den kulturellen Teil, stellt die Leistungen des Stadtbauhofes zur Verfügung und die Flächen am Hafen. „Bei den horrenden Standgebühren, die der Veranstalter kassiert, ist es einfach nicht einzusehen, dass die Stadt die Fläche für lau weggibt. Viele einheimische Händler und Gastronomen können sich auf dem Festgelände keinen Stand leisten. Außerdem sollten in einer Stadt wie Waren alle Veranstalter gleich behandelt werden, Zuschüsse gibt’s aber nur für ganz wenige“, sagte ein Stadtvertreter heute gegenüber WsM. Er bezweifelt zudem die Besucherzahl von angeblich 65 000 und würde gerne eine Umfrage unter den Müritzern starten, um zu erfahren, ob sie die Sail überhaupt noch möchten.

Aber: Die Mehrheit der Stadtvertreter beteuert, die Müritz-Sail als maritimes Highlight im Mai unbedingt erhalten zu wollen. Zu diesem Thema wird es jetzt weitere Beratungen geben.


3 Antworten zu “Geht die Müritz-Sail unter?”

  1. Biene sagt:

    Das wäre sehr schade für unsere Stadt.

  2. Michael Stemler sagt:

    Ich persönlich fände es sehr schade wenn diese schöne maritime „Party“ für unsere Stadt (Region) verloren ginge. Mittlerweile fast schon Tradition und das weit über die Landesgrenzen hinaus sollte man unbedingt die Sail weiterfeiern. Ich war bisher immer stolz meinen Verwandten, Bekannten und Freunden (aus allen Teilen Deutschlands) von diesem Event zu berichten, sie neugierig zu machen und letztlich hier begrüßen zu dürfen um mit ihnen Party zu machen.
    Was in meinen Augen auch wichtig ist, die Händler, Veranstalter alle Beteiligten auf „Ausrichter“-Seite war doch Jahr für Jahr bei Regen Kälte und Sonnenschein immer für die Sail und ihre Besucher da und das alles soll jetzt nicht mehr zählen.
    Nein Danke die Sail soll weitergehen.

  3. Robert Warta sagt:

    Hallo!
    Die Sail ist inzwischen ein wichtiger Werbeträger für Waren geworden. Abschaffen sollte man sie auf keinen Fall. Nur das Management sollte gezwungen werden, mehr regionale Händler und Akteure (z.B. Musiker) zu engagieren. Es kann nicht sein, dass Musiker, die bei denen pauschal unter Vertrag stehen und auch in Rostock spielen, aus Bayern oder Sachsen kommen und Einheimische nur engagiert werden, wenn von den anderen einer kurzfristig ausfällt. Auch das maritime Angebot sollte erweitert werden. Billigklamotten aus Fernost gibt es (leider) schon auf dem Wochenmarkt.
    Die letzten Festumzüge waren oberpeinlich: lange Autokolonnen, aber kaum jemand zu Fuß. Marschmusik, die zu einem Festumzug gehört, nur von maximal drei Gruppen. Für einen Festumzug dieser Dimension eindeutig zu wenig.
    Warum das das Heilbad Waren (Müritz) eigentlich keinen Kurdirektor, der so etwas hauptamtlich organisiert und dabei auf verstärkten regionalen Bezug achtet?

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